Denkmalpfleger und Politiker geben grünes Licht für Projekt auf Schloss Pesch: Alte Kapelle wird zum Badehaus

Denkmalpfleger und Politiker geben grünes Licht für Projekt auf Schloss Pesch: Alte Kapelle wird zum Badehaus

Bösinghoven. Birken unterschiedlicher Stärke wachsen aus dem eingefallenen Schieferdach der Kapelle an Schloss Pesch in Bösinghoven. Das Denkmal ist seit Jahrzehnten in einem bedauernswerten Zustand. Die Fenster sind zerstört, die Räume zuletzt als Abstellflächen benutzt. "Eine Renovierung und Nutzung scheiterte bislang an den hohen Kosten", sagte Reinhard Lutum von der Unteren Denkmalbehörde in der Stadtverwaltung.

Bösinghoven. Birken unterschiedlicher Stärke wachsen aus dem eingefallenen Schieferdach der Kapelle an Schloss Pesch in Bösinghoven. Das Denkmal ist seit Jahrzehnten in einem bedauernswerten Zustand. Die Fenster sind zerstört, die Räume zuletzt als Abstellflächen benutzt. "Eine Renovierung und Nutzung scheiterte bislang an den hohen Kosten", sagte Reinhard Lutum von der Unteren Denkmalbehörde in der Stadtverwaltung.

Im Planungsausschuss stellte er den Antrag des neuen Eigentümers vor, der die Kapelle 1999 in einer Zwangsversteigerung erworben hatte. Ohne Gegenstimme billigten die Kommunalpolitiker den Entwurf des Architekten, der vorsieht, im Kapellenrund ein nobles Badehaus einzurichten. "So komfortabel wie in den römischen Thermen soll's aber nicht werden", kommentierte Lutum das Raunen und Staunen in Reihen der Ausschussmitglieder. Außerdem solle eine Zwischendecke eingezogen werden.

Im Obergeschoss entstünde im Kuppelsaal, unter dem Dach eine Gästewohnung. Glaselemente in der Zwischendecke erlaubten eine Blickverbindung zum Bad. Bis auf die Erde herunter gezogene Vertikalfenster ließen mehr Licht ins Innere. Auch die Blindfenster der alten Sakristei würden deshalb geöffnet. Der neue Eigentümer wohnt bereits neben der Kapelle in der alten Rentei des Schlosses. Die Architektenpläne beinhalten eine unterirdische Verbindung vom Keller der Rentei zur Kapelle.

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Die im Ausschuss vorgestellten Wünsche des Bauherrn seien mit dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege abgestimmt, informierte Lutum. Dazu gehört auch, den Backsteinbau zu verputzen und mit einem Farbanstrich zu versehen und damit dem Äußeren von Schloss Pesch und den Nebengebäuden anzupassen. Zuletzt sei die Kapelle vom Prinzen von Arenberg um das Jahr 1910 für Gottesdienste genutzt worden.

Danach hätten Wohnen und Gewerbe als Nutzungsvorschläge im Raum gestanden, sagte der städtische Denkmalpfleger. Die Idee eines Badehauses entstamme im übrigen nicht vom Eigentümer oder dessen Architekten, sondern von einem Fachhochschulstudenten aus Düsseldorf. sti

(NGZ)
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