Alpenpark Neuss: Baum-Chalets knacken magische Grenze an der Skihalle

Alpenpark Neuss : Baum-Chalets knacken magische Grenze

Vor einem Jahr war Baubeginn, inzwischen sind die Baum-Chalets eine weitere Attraktion im Alpenpark Neuss. Mit ihnen wurde zudem eine magische Grenze im Aktiv-Freizeitpark geknackt. Weitere Attraktionen sind in Planung.

Ein Jahr ist es her, dass in dem Wäldchen neben der Skihalle Neuss ein Bett aufgestellt wurde. Als Symbol dafür, dass auf dem rund 7000 Quadratmeter großen Areal das nächste große Projekt der beiden Skihallen-Macher August Pollen und Johannes Janz entsteht: 22 luxuriöse Baum-Chalets, die an das bestehende Hotel Fire & Ice angegliedert sind und eine neue Attraktion darstellen. Der Spatenstich ist Geschichte, längst stehen die Baum-Chalets im „Alpenpark Neuss“. Die neue Dachmarke ist noch so eine Neuerung aus dem vergangenen Jahr und signalisiert die Entwicklung, die der Aktiv-Freizeitpark seit 2001 genommen hat. Die Baum-Chalets sind dabei nicht nur wegen des ungewöhnlichen Übernachtungsangebots von Bedeutung. Denn die Zimmerzahl von Hotel und Chalets hat die magische Grenze von 100 geknackt. 101 Zimmer bietet der Alpenpark seither. Und das funktioniert, wie Alpenpark-Sprecherin Ricarda Meier betont: „Die Nachfrage ist groß.

Die Gäste kommen aus dem In- und Ausland, wobei der Großteil auf Besucher, die im Alpenpark nächtigen, aus Deutschland kommen. Und die nächsten Schritte im Alpenpark sind bereits in Planung: eine Hochalm, die per Sessellift erreicht werden soll, und eine Kinderwelt, die an den Kletterpark angrenzen soll. Auch dort sind verschiedene Attraktionen geplant, wie immer sollen sich die Gäste – in letzterem Fall die jungen – dabei sportlich betätigen. Alpenpark-Geschäftsführer August Pollen sagt in diesem Zusammenhang gerne, ein Fahrgeschäft wie zum Beispiel eine Achterbahn werde es rund um die Skihalle nicht geben. Denn der Kerngedanke bei allem ist, dass die Gäste in den verschiedenen „Erlebniswelten“ selbst aktiv werden.

Die Baum-Chalets sind individuell gestaltet. Insgesamt gibt es elf Baumhäuser mit 22 Chalets – zum Teil bewusst für Familien ausgelegt. Foto: alpenpark-neuss.de

Das kann vergleichsweise gemächlich sein wie beim Almgolf. Es kann in luftige Höhen gehen wie im Kletterpark. 70 Stationen bieten in sieben Parcours Herausforderungen unterschiedlicher Art zwischen drei und neun Meter Höhe. Zudem darf auch gekickt werden wie beim Fun-Fußball. Und natürlich gibt es Pisten-Spaß. Hinzu kommen Gastronomie- und Après-Ski-Angebote. So ist aus der Skihalle nach und nach ein Alpen-Resort im niederrheinischen Flachland geworden.

Der Ausbau erfolgte in regelmäßigen Schritten. 2003 kam zunächst eine Kletterwand hinzu, zudem wurde die Gastronomie erweitert. 2004 erfolgte der Ausbau des Biergartens. Es folgten die Eröffnung des Kletterparks (2009), die Erweiterung der Piste (2010) und die Eröffnung des Vier-Sterne-Superior-Hotels Fire & Ice (2011). Hinzu kamen schließlich Almgolf (Master-Course 2015, Fun-Course 2016) sowie Fun-Fußball (2017) und die zum Jahreswechsel 2018/19 in Betrieb genommenen Baum-Chalets. Mehr als eine Million Besucher kommen jedes Jahr in den Alpenpark mit seiner Größe von rund 15 Hektar.

Auch hinter den Kulissen hat sich einiges getan. Anfang 2019 ist das Unternehmen „SnowWorld“ als neuer strategischer Partner mit einer 25-prozentigen Beteiligung am Alpenpark eingestiegen. Hinter „SnowWorld“ steht der belgische Unternehmer Marc Coucke. Beide Partner möchten Synergien nutzen. Die Idee: den Wintersport in der Region gemeinsam weiterentwickeln. SnowWorld betreibt unter anderem die Skihalle im niederländischen Landgraaf.

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