1. NRW
  2. Städte
  3. Remscheid

Ziele für die Allee der Zukunft in Remscheid gesucht

Online-Befragung in Remscheid : Ziele für die Allee der Zukunft gesucht

Bei einer Online-Befragung können Bürger in den kommenden vier Wochen drei mögliche Zukunftsszenarien für die Fußgängerzone bewerten und ihre Meinung dazu sagen. Das Ergebnis fließt in die Konzepte zur Sanierung ein.

Wie soll die Alleestraße der Zukunft aussehen? Wie kann der Niedergang der einstigen Vorzeigestraße gestoppt und neue Impulse für dieses Herzstück der Innenstadt gegeben werden? Bei diesem seit vielen Jahren heiß diskutierten Thema bekommen die Bürger eine neue Gelegenheit, sich einzubringen. Drei „Zukunftsbilder“ für eine mögliche Entwicklung der Einkaufsmeile bis ins Jahr 2030 können seit einigen Tagen im Internet besichtigt werden. Sie beschreiben sehr unterschiedliche Ansätze. Hinter „Allee-Impulse“ versteckt sich die Idee, in den vielen Leerständen ergänzend zum Handel andere Nutzungen anzusiedeln – vom Handwerksbetrieb bis zum Standort der Rheinischen Fachhochschule.

Hinter den „Allee-Zonen“ verbirgt sich die Idee, die sehr lange Allee in drei Bereiche mit den Schwerpunkten Handel (obere Allee), Wohnen, Gesundheit, Dienstleistung (Mitte) und Freizeit, Gastronomie (unterer Bereich) aufzuteilen. Die „Allee-Quartiere“ denken dieses Thema noch einmal weiter, schaffen drei Quartiere um ein Zentrum herum. Hier würde die untere Allee zum Schwerpunkt für Bildung und Innovation.

Keines der drei Bilder habe Absolutheitsanspruch, sagt Thorsten Schauz vom Bochumer Büro Stadtguut, das im Auftrag der Stadt mögliche Ziele für eine geplante Sanierung der Allee erarbeitet. Auch Remscheids Stadtplanerin Christina Kutschaty betont, dass es „nicht um eine Wahl zwischen A, B oder C geht“. Das angepeilte strategische Ziel könne am Ende Elemente aller Ansätze verbinden.

Die Zukunftsbilder kommen nicht aus dem hohlen Bauch, sondern sind unter anderem Ergebnis von Gesprächen und schriftlichen Interviews mit den Eigentümern der Allee-Immobilien. Die Beteiligung sei gut gewesen. berichtet Kutschaty. Auch mit der Gewag, der IHK und der ISG Alleestraße wurde in den ersten Monaten des Jahres gesprochen. „Wir wollten hier nicht das fünfte Ei legen, wie die Allee der Zukunft aussehen könnte“, sagt Stauz. Den Planern sei bekannt, dass es schon viele Ideen zur Allee gebe. Die Idee der drei Quartiere etwa brachte bereits Stadtentwickler Edgar Neufeld im Auftrag der ISG ein. Es gehe diesmal darum, das Thema Alleezukunft aus vielen Blickwinkeln zu betrachten, etwa auch in Hinsicht auf die Zukunft der Allee als Wohnstraße.

Der nächste Schritt auf diesem Weg wäre nun eine öffentliche Bürgerwerkstatt gewesen, sagt Kristina Kutschaty. Bedingt durch Corona wurde diese für den 23. März geplante Beteiligung der Öffentlichkeit abgesagt und nun ins Internet verlagert. Das sei Neuland. „Ich bin sehr gespannt“, sagt Kutschaty. Auch dieser Weg ist interaktiv angelegt. Die Besucher der Seite können dort auf einige Thesen zu verschiedenen Themen rund die aktuelle Situation reagieren. Eine heißt: „Die Alleestraße wird nicht mehr nur zum Einkaufen genutzt“.

Vier Wochen haben die Remscheider Zeit, sich auf der Seite www.alleestrasse-remscheid.de zu informieren und einzubringen. Zudem gibt es am Dienstag nach Pfingsten eine zweistündige Sendung bei Radio RSG, bei der sich Bürger per Telefon zuschalten lassen können. Baudezernent Peter Heinze und Professorin Yasemin Utku von Stadtguut stehen zum Gespräch bereit.