Zeugnisse für 480 Abiturienten 2018 in Remscheid

Reifeprüfung : Remscheid zählt 480 Abiturienten

An vier Remscheider Gymnasien und zwei Gesamtschulen werden die Reifezeugnisse ausgegeben. Alleine das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMA) kommt auf 116 Abiturienten.

480 Abiturienten erhalten diese Woche den Lohn ihrer Mühen. An vier Gymnasien und zwei Gesamtschulen werden zwischen dem 4. und 7. Juli die Reifezeugnisse ausgegeben. In der Bilanz am stärksten vertreten ist das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMA). 116 haben an der Elberfelder Straße ihren Abschluss geschafft und starten in einen neuen Lebensabschnitt mit Auslands- und Sozialen Jahren, längeren Fernreisen, Studium oder Ausbildung.

Zwei Schüler schlossen am EMA mit der Traumnote 1,0 ab, weitere 17 hatten am Ende eine Eins vor dem Komma beim Notenschnitt. Dennis Voss, mit Natascha Eichhorn der Jahrgangsstufenleiter, spricht davon, dass es – dem später umgedrehten lateinischen Grundsatz „Non scholae, sed vitae discimus“ folgend – gelungen sei, selbstbewusste junge Menschen aufs Leben vorzubereiten. Das EMA hat seine Zeugnisausgabe am 6. Juli (19 Uhr, Teo Otto Theater). Mit dem Durchschnittswert der Noten war das Kollegium jedoch nicht ganz zufrieden. Dieser lag bei 2,3. „Es gab in dieser Hinsicht schon bessere Jahrgänge“, stellt Dennis Voss fest. Der unterste Wert, mit dem am EMA das Abi 2018 gepackt wurde, lag bei 3,6.

Große Freude herrscht dagegen am Röntgen-Gymnasium, wo Oberstufenkoordinatorin Stefanie Pirags anerkennend von „einer sehr guten Stufe“ spricht. Fünfmal wurde in Lennep die Traumnote 1,0 erzielt, insgesamt 22 Schüler lagen besser als 2,0. Wenn am 7. Juli (11 Uhr) in der Aula des RöGy die Notenblätter von Schulleiter Matthias Lippert an die 83 Abiturienten überreicht werden, wird es zusätzliche Buchpräsente und Gutscheine für Mint-Zertifizierte sowie für sechs Sprachbegabte geben. Das RöGy lobt eine Anerkennung für Oberstufenschüler aus, die vier Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Chinesisch oder Latein) gewählt haben.

Auch am Leibniz-Gymnasium sieht Schulleiter Thomas Giebisch die Noten-Entwicklung mit Zufriedenheit. Voriges Jahr gab es an dem Lüttringhausener Gymnasium vier Abiturienten mit einer 1,0, dieses Jahr sind es sogar fünf. 73 von 77 Schülern haben dort ihr Abitur in der Tasche.

Zwei Termine erwarten die Leibniz-Schüler noch: Am 6. Juli (19 Uhr) werden in der Aula die Zeugnisse ausgegeben, tags darauf (18 Uhr) wird in der Eventarena der Abschlussball gefeiert.

Am Gertrud-Bäumer-Gymnasium (GBG) wird der Schlussakkord am 5. Juli (18 Uhr, Teo Otto Theater) gesetzt. 45 Schülerinnen und 25 Schüler haben dort ihr Abitur bestanden. Die Ersten bei der Zeugnisausgabe werden die Sophie-Scholl-Schüler sein. In Hohenhagen feiern 84 von 87, die zum Abitur antraten, am 4. Juli (16 bis 18 Uhr) in ihrer Mensa. Und Oberstufenkoordinator Klaus Haberstroh feiert mit, denn: „Dies ist jetzt unser 20. Abi-Jahrgang und der Schnitt von 2,38, den wir erreicht haben, ist der zweitbeste.“ 14 Schüler glänzen mit einem Einser-Schnitt, die Beste hat 1,1.

Ein kleiner Jahrgang verdient sich an der Albert-Einstein-Gesamtschule ein dickes Lob. Dieter Klein, seit vielen Jahren Oberstufenkoordinator an der AES: „Die Abiturienten 2018 stellen in der Spitze einen der stärksten Jahrgänge, den wir jemals hatten.“ 54 nehmen am 7. Juli (17 Uhr, Teo Otto Theater) ihr Zeugnis in Empfang, drei fielen durch. Fünf liegen im Einser-Bereich.

Mit der Rückkehr zu G 9 wird es in den kommenden Jahren einige Eigenheiten geben. Thomas Giebisch erinnert dabei nicht nur daran, dass 2026 ein Jahrgang ohne Abiturienten wird. Auch über andere Fragen muss sich die Landesregierung Gedanken machen. So könnte es sein, dass heutige Fünftklässler, die kommendes Schuljahr sitzenbleiben, doppelt bestraft werden. „Denn das bedeutet für diese Schüler, da sie in die G 9-Schiene rutschen, dass sie zwei Jahre länger machen müssen“, sagt Giebisch.