Zahl der Firmen-Einbrüche steigt

Remscheid: Zahl der Firmen-Einbrüche steigt

In das Geschäft von Marc Bläser stiegen Einbrecher ein. Der Geschäftsführer schildert die Folgen.

Ein Einbruch mitten in der Nacht. Niemand hat etwas gesehen. Der Tatort: die eigene Firma. Das Eindringen in den Privatbereich ist für viele Menschen eine Horrorvorstellung. Im schlimmsten Fall schlagen die Diebe alles kurz und klein.

Von solch einem Einbruch sind Marc Bläser und sein Team der Bläser Arbeitsbekleidung GmbH an der Bismarckstraße betroffen. Geschäftsführer Bläser ist geschockt: „Ich hätte nicht gedacht, dass mir das passieren kann.“ Besonders betroffen macht Marc Bläser, dass persönliche Gegenstände entwendet wurden. „Mehrere hochwertige Uhren und ein Fernseher sind weg.“ Was ihn wütend macht: Die Diebe kannten sich scheinbar aus. „Die haben seelenruhig den Laden aufgeschlossen, die Dinge an sich genommen und haben wieder abgeschlossen“.

Zerstört wurde nichts. Die Mitarbeiter Franz P. und Sigrid Sachse sind schockiert. „Es ist schon komisch wieder hier zu sein, vor allem morgens bei Ladenöffnung“, sagt Franz P. Marco Fechner, Kriminalhauptkommissar des Kommissariats Kriminalprävention und Opferschutz des Polizeipräsidiums Wuppertal, rät: „Sichern Sie Ihr Gewerbe durch hochwertige Schließ- und Sicherheitssysteme. Sprechen Sie sich mit Nachbarn ab, halten Sie Kontakt, auch bei verdächtigen Vorkommnissen.“

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Nach Auskunft des Polizeipräsidiums Wuppertal finden die meisten Einbrüche im gewerblichen Sektor in den Wintermonaten statt. Laut Statistik des Polizeipräsidiums lag die Zahl der Einbrüche im gewerblichen Sektor im Bergischen Städtedreieck 2016 bei 158, 2017 bei
214 Einbrüchen, sagt Pressesprecher Stefan Weiand. Die Zahl von Wohnungseinbrüchen mit Diebstahl ist rückläufig: 2016 verzeichnete die Polizei 1840 Fälle in den drei Städten, 2017 waren es 1118.

Ob Großkonzern oder Einzelhändler: Gestohlen wird überall. Vom Kugelschreiber über Toilettenpapier bis Bargeld oder Ware. Im Fall der Bläser GmbH wurden keine Waren oder andere hochwertige Materialien entwendet, sondern persönliche Gegenstände und Geld. Auf Nummer sicher geht das Team dennoch. „Wir haben vorsichtshalber alle Getränke und Lebensmittel entsorgt“, sagt Sigrid Sachse. „Neben Sicherheitsschlössern werden wir Kameras im Eingangs- und Kassenbereich installieren“, ergänzt Marc Bläser.