Yoga-Festival - Remscheid entspannt

Gesundheit in Remscheid : Yoga-Festival – Remscheid entspannt

In der Sporthalle West zeigen am 14. September zehn Anbieter aus Remscheid, welche Praktiken und Techniken es bei den aus Indien stammenden körperlichen und geistigen Übungen gibt. Der Besuch ist kostenfrei.

Gemeinsam mit ihrer Mutter besuchte Heike Schommler vor Jahren ihren ersten Yoga-Kurs und fand es „total langweilig“. Die sportliche Frau stellte aber fest, dass sie aufrechter durch die Straßen ging.

Nach dem ersten Kurs hatte Heike Schlommer mit Yoga-Haltungen wie „Sonnengruß“, „Krieger“ oder „Hund“ lange nichts zu tun, bis sie vor gut zehn Jahren in Köln mit Yinyasa-Yoga eine neue, einschneidende Erfahrung machte. „Nach der ersten Stunde habe ich bereits gemerkt, das ist es“, sagt Schommler. Als ihr Lächeln auch noch am Ende der Rückfahrt von Köln nach Remscheid anhielt, da habe ihr Mann gesagt: „Das musst du machen, Heike.“ Und Heike Schommler ließ sich zur Yogalehrerin ausbilden, gründete vor neun Jahren in Remscheid die Yoga-Werkstatt und gehört zu den zehn Yoga-Lehrerinnen und Lehrern, die am ersten Yoga-Festival in Remscheid teilnehmen.

Das Festival findet am 14. September von 9 Uhr bis 19.15 Uhr in der Sporthalle West statt. Es ist eine offene Veranstaltung. Die über den ganzen Tag verteilten Workshops sind kostenfrei. Eine Spende für ein Jugendprojekt von fünf Euro wird erbeten. Vorkenntnisse oder besondere Beweglichkeit werden nicht erwartet.

Die Yoga-Praxis ist für jedermann geeignet. Das Sportamt organisiert die Veranstaltung. „Wir wollen einfach mal zeigen, wie viele Yoga-Angebote es in der Stadt gibt“, sagt Doris Herrmann, Mitarbeiterin beim Fachdienst Sport und Freizeit. Sie selbst praktiziert seit drei Jahren Yoga.

Yoga ist nicht gleich Yoga. Die einen arbeiten dynamisch und mit fließenden Bewegungen. Die anderen legen Wert darauf, die verschiedenen Asanas (Haltungen) in Ruhe und ganz präzise auszuführen. Einige nutzen Hilfsmittel wie Klötze, Seile und Faszienrollen. Neben Matten und Kissen kommen auch Stühle zum Einsatz.

Manche integrieren in die Meditationspraxis Klänge und Geräusche. Die Spielarten sind vielfältig und zum Teil unterschiedlich. Das Festival zeigt ein breites Spektrum, bei dem sich jeder Besucher aussuchen kann, welche östliche Tradition und auf das hektische Leben im Westen zugeschnittene Praxis zu ihm passt. Bei allen Angeboten spielt der Atem und die Beobachtung des Atems eine zentrale Rolle. Ziel ist es, die Bewegungen auf dem Rhythmus von Einatmung und Ausatmung fließen zu lassen. Und am Ende jeder Übungsstunde gibt es eine Entspannungsrunde, in der häufig die Körperregionen von den Füßen bis zum Scheitel mit der Wahrnehmung gescannt werden.

„Mit der Selbstwahrnehmung lassen sich Blockaden lösen und die Selbstheilungskräfte aktivieren“, sagt Claudia Hinzmann. Zusammen mit ihrem Mann Marcus betreibt sie in Lüttringhausen das Studio „deinyogaraum“. Der größte Fehler, den man beim Yoga machen kann, sei, sich vom Ehrgeiz anstacheln zu lassen. Es gilt, nichts zu erreichen und die Grenzen seines Körpers kennen und akzeptieren zu lernen. 

„Yoga soll einfach Spaß machen“, betont Heike Schommler. Man müsse nicht erst unter Rückenschmerzen leiden und von Stressgedanken geplagt sein, um mit Yoga zu beginnen.

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