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Remscheid: Woolworth: Wohnen "weiter möglich"

Remscheid : Woolworth: Wohnen "weiter möglich"

Das Scheitern des Schönhals-Projekts an der Alleestraße wirft Fragen auf.

Wie geht es weiter mit der Woolworth-Immobilie an der Alleestraße, nachdem die Pläne des Investors Leo Schönhals, auf die bestehende Bebauung zwei Etagen mit Eigentumswohnungen aufzusetzen, an baurechtlichen Fragen gescheitert ist? Das war das bestimmende Thema in den Wortmeldungen der Politiker im Bauausschuss der Stadt am Dienstagabend. Die Nachricht der Remscheider Zeitungen über das Scheitern des ehrgeizigen Projekts sorgte für viel Gesprächsbedarf.

Ob Schönhals jetzt nur noch die Möglichkeit bleibe, Arztpraxen und Büroflächen aufzusatteln, wollte Ralf Wieber von der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Alleestraße wissen. Wieber machte klar, dass dies für ihn nicht die optimale Variante wäre.

"Wohnen ist weiterhin möglich", sagte Heinze, "aber nicht in dieser Form." Wie berichtet, steht eine fehlende Baulast dem Projekt, das rund 50 neue Wohnungen in den zusätzlichen Etagen und zudem eine verändere Fassade für das bestehende Gebäude vorsah, im Wege. Für diesen über bisherige Regelungen hinaus gehenden Plan hätte der Investor das Einverständnis eines Nachbarn vorweisen müssen, erfuhr die BM. Dies gelang nicht.

Heinze machte deutlich, dass er die Idee, an diesem Standort Wohnangebote zu entwickeln, weiterhin für den richtigen Ansatz hält. "Wenn es nicht kommt, wäre das schade." Sein Amt müsse unabhängig vom Zweck das Bauprojekt aber zunächst baurechtlich prüfen. Das sei geschehen.

Zurückhaltend äußerte sich Heinze zum Stand der Planungen für jene Immobilien, die Schönhals am Markt am unteren Ende der Allee erworben hat. Dort soll nach Ankündigungen des Besitzers ein neuer Einkaufs-Schwerpunkt entstehen. Diese Idee sei nach seiner Einschätzung noch in der Phase der Projekt-Idee, sagte der Baudezernent.

Erfolgsmeldungen gibt es bislang auch nicht von der seit Jahren leerstehenden SinnLeffers-Immobilie. Das Objekt werde vom Besitzer aktuell sehr intensiv beworben, es gebe mehrere Optionen, die geprüft werden. Mit im Fokus ist dabei ein Nachbarhaus. Zwischen beiden Gebäuden gebe es statische Beziehungen, die eine gemeinsame Vermarktung nahe legen.

Still ruht der See dagegen beim aufgegebenen Metropol-Kino auf der Allee. Hier gebe es aktuell keinen Interessenten, sagte Heinze.

(hr)