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Remscheid: W.i.R. reagiert: Sacharbeit bringt mehr als Schärfe

Remscheid : W.i.R. reagiert: Sacharbeit bringt mehr als Schärfe

Mit einem offenen Brief an unsere Zeitung hat gestern die Wählergemeinschaft in Remscheid (W.i.R) auf einen Kommentar in der Samstagsausgabe reagiert. Darin hatte die BM der Wählergemeinschaft einen Kurswechsel gegenüber früheren Legislaturperioden und einen Verlust an politischem Profil attestiert. "Wenn sich ein politisches Profil an Schärfe und Lautstärke misst, dann könnten WIR tatsächlich an Profil verloren haben", schreiben die beiden Mitglieder der W.i.R.-Ratsgruppe Waltraud Bodenstedt und Thomas Brützel. "Unsere Maßstäbe sind andere", heißt es weiter. Die W.i.R. wolle die Stadt voranbringen und bleibe daher "bei dem Grundsatz, sachpolitisch dem aus unserer Ansicht bestem Antrag zuzustimmen, unabhängig davon, welche Ratsfraktion- oder Gruppe ihn stellt". Dass man in den vergangenen drei Jahren verstärkt mit der früheren Gestaltungsmehrheit (SPD, Grüne und FDP) zusammenarbeite, "liegt einfach in der Tatsache begründet, dass zur Zusammenarbeit Kommunikation und Gesprächskultur Voraussetzung ist". Das kann man durchaus als Spitze gegen die Ratsfraktionen von CDU und Linke lesen.

Die W.i.R. halte sich "an Vereinbarungen, die zu Beginn der Wahlperiode" getroffen wurden. Zwar sei die sich "nun abzeichnende politisch orientierte Zusammensetzung des Verwaltungsvorstandes (...) nicht unser Wunsch, wird aber von uns mitgetragen". Die W.i.R. ergänzt, dass "die Art und Weise wie parteistrategischen Überlegungen" - wie aktuell bei der anstehenden Wahl des Stadtdirektors - "die Sachfragen überlagern", sie "immer wieder erstaunen lässt".

(hr)