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Remscheid: WiJus: Stadt ist auf einem guten Weg

Remscheid : WiJus: Stadt ist auf einem guten Weg

Die Wirtschaftsjunioren begrüßen die Entwicklungen in der Innenstadt. Schüler werden weiter unterstützt.

Die Chancen, die Remscheider Innenstadt einladender zu gestalten, haben sich verbessert. Aus Sicht der Wirtschaftsjunioren (WiJu) zeigt die neue Entwicklung der Stadt die ersten positiven Auswirkungen des geplanten Designer Outlet Centers (DOC) in Lennep. "Früher haben wir nur von der unteren Alleestraße gesprochen, heute reden wir über ein gesamtes Innenstadtkonzept", sagte Oliver Kempkes, Gesellschafter der Helmut Kempkes GmbH, und neues Mitglied im Vorstand der WiJu. Das Innenstadtkonzept, für das die Stadt Fördergelder von zehn Millionen Euro beantragt hat, sieht vor, den Friedrich-Ebertplatz umzubauen, für leerstehende Geschäfte eine neue Nutzung einzuleiten, und mehr Grünflächen im Stadtkern auszuweisen.

Initiativen, die die WiJu begrüßen. Genauso wie die Ansiedlung des DOC in Lennep. Die Eröffnung des Baubüros in der Altstadt werten sie als eine gute Idee, um über das wichtige Projekt die Bürger zu informieren und auch Sorgen zu nehmen, sagt Wirtschaftsprüfer Gero Hübenthal, der neue Vorsitzende der Organisation. Informationsaustausch mit der Politik steht auch in diesem Jahr weiter ganz oben auf der Agenda der Wirtschaftsvertreter. Sie verstehen sich nicht nur als Sprachrohr für wirtschaftliche Interessen. Sie wollen sich durch verschiedene Aktionen und Projekte auf dem Feld der Politik, der öffentlichen Angelegenheiten, engagieren - ohne dabei parteipolitisch zu werden. Den neuen Ausschuss für Wirtschaft begrüßen sie, genauso wie die Treffen mit den Fraktionen und Vertretern der Verwaltung.

Neben diesen politisch-repräsentativen Gesprächen legen die WiJus auch in diesem Jahr ihr Engagements auf die Unterstützung von Schülern bei der Bewerbung. "Ich muss sagen, die Jugendlichen geben sich echt Mühe", sagte Thorsten Kapitza, Pressesprecher der Wijus. Schüler können ihre Mappen abgeben und erhalten anschließend eine Rückmeldung, was gut war, und was zu verbessern sei. Manche haben bei dieser Runde auch den Mut, direkt ein Bewerbungsgespräch vor der Klasse zu führen. "Einige Kandidaten lassen sich dabei gute Dinge einfallen", sagte Kapitza. Dieses Bewerbungstraining hilft nicht nur den Schülern, sondern auch den Unternehmen, sich um fähige Nachwuchskräfte zu bemühen.

"Ich sage den Schülern auch, es muss nicht immer ein Studium sein", erzählte Oliver Kempkes. Er hat an dem neuen Projekt "company lessons" der WiJus teilgenommen. Dabei werden Vertreter der Wirtschaft zu Lehrern. Die Schüler erhalten Hinweise aus der Wirtschaftspraxis, erfahren etwas über Berufsbilder und Werdegänge. Und nicht selten passiert es, dass nach der wirtschaftlichen Schulstunde eine Bewerbung für ein Schülerpraktikum eingereicht wird.

(RP)