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Remscheid: Wenn der Laster nur noch summt

Remscheid : Wenn der Laster nur noch summt

Die Autohaus-Bergland-Gruppe kooperiert seit einem guten halben Jahr mit StreetScooter und ist damit der zweite offizielle Vertragspartner des Aachener Start-Ups, das Elektromobilität in den Tranportbereich bringen will.

Elektromobilität ist stark im Kommen. Was bei E-Bikes schon Realität geworden ist - die weite Verbreitung von Pedelecs unter der fahrradfahrenden Bevölkerung - ist im Bereich der Kraft- und Nutzfahrzeuge mit Elektro-Antrieb noch eher selten. Mehr noch als im Rahmen der Privatnutzung liegen dort jedoch die gewerblich genutzten E-Mobile im Trend.

Ein wichtiger Anbieter im Segment von Transportern der Caddy-, Sprinter- oder Transit-Klasse ist das Start-Up-Unternehmen Street-Scooter, das 2010 im Umfeld der RWTH Aachen gegründet wurde und seit 2014 ein Tochterunternehmen von Deutsche Post/DHL ist. Die Autohaus-Bergland-Gruppe kooperiert seit einem guten halben Jahr mit StreetScooter und ist damit der zweite offizielle Vertragspartner des Aachener Start-Ups. Am Dienstagnachmittag ist die StreetScooter-Flotte bei einem Nachmittag der Elektromobilität im Autohaus in Wipperfürth-Hämmern rund 80 interessierten Besuchern vorgestellt worden.

Tim Schmidt ist bei Auto Bergland in Wipperfürth Spezialist für Elektromobilität: "Unser Ziel ist es, unsere Kooperation mit StreetScooter - und damit auch mit der Deutschen Post/DHL - zu unterstreichen. Wir wollen den Besuchern im Rahmen dieses Nachmittags Infos aus erster Hand möglich machen. Daher sind auch Vertreter von StreetScooter nach Wipperfürth gekommen." Auf dem Hof und in der Ausstellungshalle sind verschiedene StreetScooter-Modelle aufgestellt. Dabei wird die große Bandbreite der Fahrzeuge deutlich, die sich jedoch in erster Linie an Gewerbetreibende richten. Neben dem "Klassiker", dem Modell "Box", das mit geräumigen Kofferaufbau geliefert wird, gibt es auch das Modell "Pickup" mit robuster und großer Ladefläche zu sehen. Als Schmankerl, das aber wohl vor allem im Lieferservice-Bereich nicht uninteressant sein dürfte, stehen vor der Ausstellungshalle auch zwei Pedelecs: "Davon ist das eine mit einem Grill ausgerüstet, das andere hat eine integrierte Zapfanlage", erklärt Schmidt. Im Regelfall seien die Fahrräder jedoch mit geräumigen Taschen ausgestattet.

Die Wagen haben einen Elektromotor, der 85 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit erreicht, die Batteriekapazität gibt es in den Varianten 20 und 40 Kilowattstunden, so dass eine Reichweite von maximal 230 Kilometern bei einer Ladedauer von maximal 13 Stunden gewährleistet ist. Das sei natürlich immer abhängig vom Fahrstil und der Beladung des Wagens. Bei den Pedelecs, die es in der Bike- und Trike-Variante gibt, liegt die Unterstützungsgeschwindigkeit bei maximal 25 Stundenkilometern bei einer Reichweite von bis zu 30 Kilometern.

Das Thema Elektromobilität sei bei vielen Kunden durchaus in den Köpfen vorhanden, sagt Schmidt: "Am Interesse mangelt es keineswegs, bei der tatsächlichen Kaufabsicht bei vielen Kunden indes schon noch." So sei es neben der wirksamen Werbung in Sachen Öffentlichkeitsarbeit am wichtigsten, die Kunden zur Probefahrt zu bringen: "Dann relativeren sich nämlich viele zuvor eher niedrige Erwartungshaltungen von ganz alleine", sagt Schmidt, der betont, dass die Bergland-Gruppe als sogenannter Pilothändler auf Strukturen von Produktion, Marketing und Verkauf der E-Mobile durchaus gewissen Einfluss nehmen könne.

Der Nachmittag bei bestem Sonnenschein brachte viele interessante Gespräche rund um das Thema StreetScooter, wie Schmidt erzählt: "Wir haben natürlich unsere Bestandskunden eingeladen, dazu aber auch Kunden angeschrieben, die zuvor Interesse am Thema bekundet haben."

Einladungen gingen zudem auch an Gewerbetreibende und die Verwaltungen der Kommunen rund um den Standort Wipperfürth. Es seien beispielsweise auch einige Bauhof-Verantwortliche nach Hämmern gekommen, um sich persönlich ein Bild von den Aachener E-Mobilen zu machen.

(RP)