Remscheid: Wenig Resonanz auf W.i.R.-Sparrunde

Remscheid: Wenig Resonanz auf W.i.R.-Sparrunde

südbezirk "Sparen: ja! Aber wo?" Wenn die Wählergemeinschaft in Remscheid (W.i.R.) erwartet hatte, mit diesem Thema Remscheider zur Gesprächs- und Inforunde ins Bürgerhaus Süd locken zu können, hatte sie sich geirrt. Man war beinahe unter sich, hatte aber genügend Publikum, um ins Gespräch zu kommen, eigene Positionen zu erläutern und sich mit Problemen des Südbezirks vertraut zu machen.

So beklagte sich Dirk Aukschlat, Vorsitzender des Fußball-Kreisligisten TS Struck, darüber, dass der Verein trotz mehrmaliger Nachfragen immer noch keine klaren Angaben über die Gründe der geplanten Schließung des Fußballplatzes am Neuenhof erhalten habe. "Nach welchen Kriterien wurde entschieden?", wollte Aukschlat wissen. Hinweise, dass man Sportanlagen in Brennpunkten oder mit Schulbetrieb erhalten wolle, könnten nicht gelten, sagte Aukschlat und zählte mehrere Grundschulen auf, die den Platz nutzten. Überhaupt sei die Auslastung nicht schlecht, werde aber nun dadurch behindert, dass es angesichts des Schließungs-Vorhabens kaum möglich sei, die üblichen Drei-Jahres-Verträge mit Nutzern abzuschließen.

Der Vater eines Grundschulkindes wies auf die schwierige Lage der Grundschule Struck hin. Auch dort seien die Eltern nicht genügend informiert worden. Für eine Mitwirkung, wie sie in den Bürger-Foren erwartet werde, fehle es an den Grundlagen. "Wie kann es sein, dass ein Katalog zur Diskussion gestellt wird, ohne dass genaue Angaben gemacht werden", sagte er.

W.i.R.-Fraktionsvorsitzender Wieland Gühne gab ihm Recht. Und: Die Kosten-Aufschlüsselung früherer Haushalte ließen Zweifel an Spareffekt. Der müsse genau untersucht werden, forderten Gühne und Waltraud Bodenstedt. Auf jeden Fall sei klar, dass man in Remscheid mit dem Einsparen ernst machen müsse. Bei der Kosten-Nutzen-Analyse dürften auch große Posten wie Theater oder Freibad nicht augelassen werden.

(RP)