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Remscheid Weihnachtsmarkt lockt Massen

Remscheid · Er ist der erste der drei Ideellen Weihnachtsmärkte in Remscheid, und zugleich auch der größte: Zum gemeinnützigen Weihnachtsmarkt in Lüttringhausen strömten am Sonntag Tausende von Besuchern.

 Dicht an dicht schoben sich die Besucher über die Gertenbachstraße, die von rund 50 Ständen gesäumt wurde.

Dicht an dicht schoben sich die Besucher über die Gertenbachstraße, die von rund 50 Ständen gesäumt wurde.

Foto: Nico Hertgen

Auch wenn die Zahl der Teilnehmer im Gegensatz zu den Anfängen vor 35 Jahren geschrumpft ist, bleibt der Lüttringhauser Weihnachtsmarkt ein Anziehungspunkt für die Menschen in der ganzen Region. Vor allem Richtung evangelischer Kirche schoben sich die Besucher dicht an dicht über die Gertenbachstraße. Auffallend dabei: Viele junge Leute besuchen ausgesprochen gerne den ideellen Markt, und ebenso viele engagieren sich für einen Verein oder einen guten Zweck. Egal ob spanischer Elternverein, Tennisclub Grün-Weiß Lennep, Lerose-Stiftung oder CVJM: Überall standen Jugendliche und junge Erwachsene hinter der Theke.

"Der Lüttringhauser Weihnachtsmarkt ist Kult. Da bin ich extra für her gekommen", sagte Tim Steinhaus, der in Darmstadt Maschinenbau studiert und für den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Bratwurst verkaufte. Seit Kindertagen gehöre für ihn ein Marktbesuch zur Adventszeit dazu: "Und jetzt möchte man auch, dass es weitergeht."

Kostümiert mit Wikingerzöpfen

Auch der Weihnachtsmann kam entlang der Verkaufsmeile zwischen Kreuzberg- und Richthofenstraße in vielerlei Gestalt daher. Nikoläuse im roten Ganzkörperkostüm, solche mit Wikingerzöpfen oder mit blinkenden Leuchten an der Mütze wurden zum begehrten Motiv für Hobbyfotografen.

Das finanziell am Abgrund stehende Remscheider Tierheim war seit vielen Jahren erstmals wieder unter den Teilnehmern zu finden. Drei Betriebswirtschaftsstudenten des Berufskollegs in Wuppertal entwickeln im Rahmen einer Projektarbeit ein Marketingkonzept für die Einrichtung und wollten auf dem Weihnachtsmarkt die Einnahmen ankurbeln. "Es ist eine tolle Sache, dass sich das Team so sehr ehrenamtlich engagiert", sagte die Vorsitzende des Remscheider Tierschutzbunds, Ulrike Schmidt.

Trotz all dieser engagierten Initiativen ist es für den Heimatbund als Veranstalter schwieriger geworden, genügend Interessierte zur Teilnahme zu bewegen. "Wir werden im nächsten Jahr über die Höhe der Gebühren neu nachdenken", kündigte Dirk Bosselmann an. Wie berichtet, will der Verein die Kosten für das Aufstellen der benötigten Verkehrsschilder erstmals der Stadt in Rechnung stellen.

Ordnungsamt schickt Politessen

Im Verhältnis Heimatbund-Ordnungsamt droht zudem neues Ungemach: "Man hat uns heute Morgen per E-Mail mitgeteilt, dass die Falschparker in den gesperrten Straßen aufgeschrieben werden", berichtete Vereinsvorsitzender Peter Maar. Eine gute Stunde nach Markteröffnung waren die städtischen Politessen schon aktiv.

(RP)
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