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Jugendrat und Stadtwerke arbeiten zusammen: W-Lan in Bussen ist ein Thema

Jugendrat und Stadtwerke arbeiten zusammen : W-Lan in Bussen ist ein Thema

Die Stadtwerke stoßen mit ihren Überlegungen, Busse mit W-Lan auszustatten, auf breite Zustimmung. Bis Ende des Jahres will sich der Verkehrsbetrieb ein Konzept überlegt haben.

Der Jugendrat lud sich diese Woche Matthias Bioly von den Remscheider Stadtwerken zur Sitzung ein. Die Jungpolitiker wünschen sich längere Verbindungen an den Wochenenden. Auch Bioly zeigte Interesse an einen erneuten Austausch mit den Jugendlichen, denn der Verkehrsbetrieb überlegt derzeit, einige Busse mit Wlan auszustatten, was die Jugendlichen begrüßen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Jugendrat und die Stadtwerke zusammenarbeiten. Bereits 2009 wurde durch die Initiative der Jugendrätler der Kräwi-Bus eingerichtet. Ein "Selbstläufer", wie Matthias Bioly, Bereichsleiter im Verkehrsmanagement der Stadtwerke, auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte. Kein Wunder also, dass Bioly der Einladung des Jugendrates erneut folgte und diesmal selbst Fragen an das Gremium mitbrachte.

Für die Jugendlichen war die zeitliche Ausweitung des Nachtexpresses - vor allem an den Wochenenden - ein Anliegen, um nach Partynächten nicht zu Fuß nach Hause laufen zu müssen. Bioly zeigte Verständnis, stellte aber gleich klar, dass es von der Taktung der Dienste und von der Finanzierung her nicht möglich sei. "Unser Nachtexpress fährt an Wochenenden bis drei Uhr in der Nacht, manche sind auch bis 3.30 Uhr unterwegs." Längere Fahrzeiten würden sich nicht rechnen und seien auch personell nicht zu stemmen. An der Haltestelle Rosenhof, bemerkte eines der Ratsmitglieder, fehle es an Sitzmöglichkeiten. Bioly versprach, sich darum zu kümmern.

Nachdem sich bereits der Verein der Freifunker im Jugendrat für das Thema offenes W-Lan in der Stadt stark gemacht hatte, stieß auch Bioly mit den derzeitigen Überlegungen bei den Stadtwerken, Busse mit W-Lan auszustatten, auf Zustimmung. Bis Ende des Jahres will sich der Verkehrsbetrieb ein Konzept überlegen. Angedacht sei es, zunächst größere Busse mit längeren Verbindungen mit Routern auszustatten. "Wir rechnen derzeit noch und stellen Nutzen und Kosten gegenüber", erklärte Bioly gegenüber unserer Redaktion. Grundsätzlich hätten Fahrgäste nur eine kurze Verweildauer von maximal 15 Minuten im Bus. "Da macht es keinen Sinn, auf allen Linien W-Lan anzubieten." Die Bushaltestellen hingegen mit W-Lan auszustatten - wie schon von den Freifunkern angeregt -, sei eine weitere Möglichkeit.

"Mit dem Ebert-Platz-Umbau werden wir sicherlich freies W-Lan haben. Aber auch für andere, stark frequentierte Haltestellen ist das ein Thema." Mit einem Teil der Jugendräte möchte sich Bioly in naher Zukunft erneut treffen, um über die neue Stadtwerke-App zu sprechen, die - nach Meinung der Jugendlichen - nicht gut funktioniere. Gemeinsam wollen sie den Dienst optimieren.

(RP)