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Volkshochschule in Remscheid: Neues Semester startet Ende Januar

Kommunales Bildungszentrum Remscheid : VHS lehrt künftig nachhaltiges Handeln 

Kulturelle Bildung und Gesundheitsbildung werden nun als Pflichtbereiche der VHS eingestuft. Das neue Semester startet Ende des Monats.

Ende Januar beginnt das erste VHS-Semester und Alfons Ströter, Leiter des Bereichs Politik & Gesellschaft, kann auch gleich zwei bedeutende Neuigkeiten aus dem Landtag mitteilen. „Im Rahmen der Novelle zum Weiterbildungsgesetz, das zum Jahresbeginn in Kraft getreten ist, gehören die Bereiche kulturelle Bildung und Gesundheitsbildung ab sofort zu den Pflichtbereichen der Volkshochschulen. Deren Angebote werden somit ab sofort mitfinanziert.“

Dazu komme eine neue Querschnittsaufgabe für alle Bereiche – „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE). „Es geht um Bildungsangebote, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigen – immer in Bezug auf das eigene Handeln und die Auswirkungen auf die Welt“, erklärt Ströter. In vier Jahren stehe die nächste Zertifizierung der VHS an, daher würden in den kommenden Jahren entsprechende Angebote in allen Bereichen mit ins Programm aufgenommen werden. Der Anfang sei auch bereits gemacht.

„Ein erster Kurs hat den Titel ‚Klima.fit‘, dabei handelt es sich um einen sechsteiligen Kursus, der nicht nur informieren, sondern das Thema auch in die Bevölkerung hereingebringen soll“, klärt Ströter auf. Beispielsweise gehe es darum, was in Remscheid bereits in Sachen Klimainfrastruktur vorhanden sei – und was jeder Einzelne dazu beitragen könne.

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In seinem eigenen Fachbereich gebe es ebenfalls einige neue Kurse – etwa medizinische Vorträge für Laien zu den Themen Parkinson oder Depression, ein Vortrag zur Wanderausstellung „Vergessene Welten“ in der Zentralbibliothek oder mehrere Finanzthemen, die in Form von Online-Vorträgen behandelt würden.

Jasmine Klar, Leiterin des Fachbereichs Fremdsprachen/Berufliche Qualifizierung/EDV, kann ebenfalls einige neue Themen aus ihren Bereichen vorstellen. „Besonders gut gelaufen ist im vergangenen Jahr der Dänischsprachkurs, der nun neu aufgelegt wird. Genau wie ein Schnupperkurs in Gebärdensprache“, weiß die VHS-Mitarbeiterin. Gerade letzterer Kursus sei sehr gut angenommen worden und auch in diesem Semester beinahe ausgebucht.

Gleiches gelte für die Kombination aus Koch- und Sprachkursen. „Das sind Kurse, die von Muttersprachlerinnen geleitet werden, niederschwellig angelegt sind und somit auch für Teilnehmende ohne große Vorkenntnisse in Italienisch und Spanisch geeignet sind“, sagt Jasmine Klar.

Ein weiterer wichtiger Bereich, der nicht zuletzt durch Corona befeuert worden sei, sei das Thema Digitalisierung. „Hierfür gibt es zu Word- und Excel vertiefende Kurse, andere neue Angebote befassen sich mit Datenverschlüsselung oder Computersicherheit“, erläutert Jasmine Klar. Seit dem Ausbruch der Pandemie gebe es auch Web-Vorträge, die in Kooperation mit der VHS Sindelfingen ausgerichtet würden. „Das wird gut angenommen, die Themen sind dabei sehr vielfältig – etwa Vorträge zum Bildhauer Auguste Rodin, zum Thema ‚New Work: Arbeitswelt 4.0‘ oder über ‚Porträts der Macht: Von Merkel, Zuckerberg bis Trump‘.“ Ein Vorteil sei, dass man im Anschluss an die Online-Vorträge über die Chatfunktion noch Fragen stellen könne.

Im Bereich Grundbildung und schulische Abschlüsse konnte dessen Leiterin Isabella Schunn ebenfalls Neues verkünden. „Der zweite Bildungsweg hat deutlich an Bedeutung gewonnen – daher gibt es hierfür mehr finanzielle Unterstützung. Außerdem ist für das kommende Schuljahr eine Teilzeitstelle geplant, die von einer sozialpädagogischen Fachkraft besetzt ist. Sie wird den Teilnehmenden auf dem Weg zum Abschluss helfen“, verspricht Isabella Schunn. Umwelt sei auch in ihrem Fachbereich ein wichtiges Thema. „Es gilt für alle Bereiche und Fächer, sowohl in der VHS als auch in den Regelschulen.“ So solle etwa auch in Mathematik der Aspekt der Nachhaltigkeit implementiert werden.