Remscheid: Volksbank feiert doppeltes Jubiläum

Remscheid : Volksbank feiert doppeltes Jubiläum

Bei verschiedenen Aktionen werden vor allem die Kunden eingebunden. Der Vorstand bleibt dem Filialkonzept treu.

Dieses Jubiläum ist etwas Besonderes: Die Volksbank im Bergischen Land hat doppelten Grund zu feiern - und das über ein ganzes Jahr hinweg. Durch die Fusion im vergangen Jahr werden sowohl 100 Jahre Volksbank Remscheid-Solingen in 2018 als auch 150 Jahre Credit- und Volksbank in 2019 als ein großes Bankjubiläum der Volksbank im Bergischen Land mit verschiedenen Aktionen zu unterschiedlichen Themen gefeiert.

Foto: Moll Jürgen

Jeder Monat steht unter einem bestimmten Motto. Den Auftakt bildet der Juni und die Fußball-Weltmeisterschaft. Dazu soll eine Torschusswand auf Tournee durch die insgesamt 27 Filialen in 14 Städten gehen. Geplant ist auch, den Jugendlichen einen ganzen Monat zu widmen oder Hilfestellung zu bankspezifischen Themen zu geben. Zudem soll die Weltsparwoche im Oktober modernisiert werden. "Wir wollen kein VIP-Fest machen, sondern alle Kunden und auch Mitarbeiter einbinden und mit ihnen gemeinsam feiern", erklärte Andreas Otto, Vorstandsvorsitzender der Volksbank, gestern bei einem Pressegespräch zum Doppeljubiläum.

"Zeit ist mehr Geld", lautet das Leitmotiv, das sich die Genossenschaftsbank für das Jubiläumsjahr gesetzt hat. Das heißt nicht nur, dass, wie für das Ende des Jubiläumsjahres im Sommer 2019 geplant, Geld in soziale Einrichtungen fließen soll. Vor allem wolle man sich auch als Mensch einbringen. "Zeit heißt, sich zu engagieren für die Menschen in der Region", führte Otto den Gedanken des Leitmotivs aus. Im Mittelpunkt stehe wie bei der Gründung der Bank immer noch die Hilfe zur Selbsthilfe - der Grundgedanke von Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der in diesem Jahr den 200. Geburtstag feiern würde. "Wir wollen die Traditionen erhalten. Vieles läuft nur gemeinsam", betonte Lutz Uwe Magney vom Vorstand. Als Beispiel nannte er die Crowdfunding-Plattform, die seit 2016 existiert.

Zum Jubiläum wirft das traditionsreiche Unternehmen nicht nur einen Blick zurück auf die Geschichte, die in Ratssälen, Gaststätten und Privatwohnungen mit engagierten Kaufleuten und Handwerkern zur Sicherung des Mittelstandes (1869 in Barmen und 1918 in Solingen) begonnen hat und durch die Verschmelzung unterschiedlicher Kreditinstitute gekennzeichnet ist. Auch die Zukunft und die Digitalisierung spielen eine zentrale Rolle, merkte Vorstandsmitglied Hardy Burdach an. Zwar werden viele Dinge ins Internet verlagert, an dem Konzept der Geschäftsstellen halte der Vorstand allerdings fest, weil er fest daran glaube, dass das die Zukunft bleibt.

"Unsere DNA sind die Filialen", unterstrich Otto. Die Bank setze auch zukünftig auf die professionelle und persönliche Beratung vor Ort. Themen wie Baufinanzierung, Geldanlage oder auch Kredite für die mittelständischen Unternehmen sollten nicht über ein Internetformular, sondern in einem echten Gespräch geregelt werden.

"Wir sind da, wenn eine Lebensentscheidung anfällt", sagte Magney. Erst in der letzten Woche eröffnet die Volksbank an der Alleestraße eine neue, moderne Filiale. Die Nachfrage nach Krediten seien besonders im mittelständischen Bereich auf einem guten Niveau, das aktuelle Geschäftsjahr laufe bisher wie geplant.

(lupi)