Remscheid: Vier Wochen Arrest als Warnung für junge Räuberin

Remscheid: Vier Wochen Arrest als Warnung für junge Räuberin

Einen vierwöchigen Warnschussarrest hinter Gittern muss ein zur Tatzeit erst 15-jähriges Mädchen antreten, das in dieser Woche vor dem Amtsgericht Remscheid wegen Raubes in Tateinheit mit Körperverletzung angeklagt wurde. Das Mädchen hatte in der Verhandlung zugegeben, zwei über 80 Jahre alte Damen an zwei Tagen im August und im November in Lennep zunächst beim Geldabheben am Geldautomaten beobachtet zu haben. Dann folgte sie den alten Frauen, schubste sie um und entriss ihnen anschließend die Handtaschen, die jeweils erhebliche Geldbeträge enthielten. Beide Rentnerinnen wurden dabei leicht verletzt. Auf der Flucht warf die junge Räuberin die Beute allerdings beide Male weg. Bei der zweiten Tat wurde sie erwischt.

Angeklagt hatte das junge Mädchen die neue Staatsanwältin vor Ort, Inga Saltenbrock. Die Idee hinter diesem Modell ist, dass zwischen Tat und Verhandlung möglichst wenig Zeit liegen soll. Das Jugendschöffengericht verurteilte die Räuberin zu einer Jugendeinheitsstrafe von acht Monaten auf Bewährung, ordnete als Warnung aber zugleich den vierwöchigen Arrest an. Das Urteil ist noch nichts rechtskräftig.

(hr)