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Vier Remscheider und ihre „Alltags-Helden“

Krankenschwestern, Pfleger, Kassierer, Behördenmitarbeiter : Vier Remscheider und ihre „Alltags-Helden“

Krankenschwestern, Pfleger und Kassierer: Während viele Menschen von zu Hause aus ihre Arbeit machen können, müssen sie weiter regelmäßig zu ihren Arbeitsplätzen kommen – damit das Leben nicht vollends stillsteht.

Weil sie gebraucht werden, weil sie systemrelevant sind. Sie sind „Helden des Alltags“. Aber nicht nur sie. Es gibt viele Berufsgruppen, die aktuell nicht von zu Hause aus arbeiten können. Weil sie dafür sorgen, dass vieles so gut wie möglich weiter läuft: Polizisten, Müllmänner und Ordnungsbeamte zum Beispiel. Oder auch die Nachbarn, die füreinander sorgen, gegenseitig auf sich aufpassen und für ältere Mitmenschen Einkäufe erledigen. Wer für sie ein Held oder eine Heldin des Alltags ist und was diese Personen ausmacht, erzählen vier Remscheider.

Christine Krupp, Vorsitzende der SPD Remscheid „Für mich sind Alltags-Helden alle, die dafür sorgen, dass der Laden läuft. Die Stadtverwaltungen, die Klinikmitarbeiter, die Pflegedienste. Aber Applaus spenden allein reicht hier nicht. Es muss langfristig dafür gesorgt werden, dass diese Menschen besser bezahlt werden. Da sind auch viele dabei, die Teilzeit arbeiten. Da hilft es einmal, wenn es gute Betriebsräte gibt. Aber auch die Politik kann hier etwas ändern. Ich würde mir das sehr wünschen.“

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Klaus Kreutzer, Vorsitzender des Verkehrs- und Fördervereins Lennep „Ich tue mich mit dem Begriff ,Helden’ schwer. Aber ich bewundere die Krankenschwester, die sich täglich der Gefahr aussetzt. Die Leute, die sich vorbehaltlos für andere einsetzen, unabhängig von der Berufsgruppe. Und die dafür sorgen, dass Vieles aufrechterhalten wird. Ich bewundere auch alle Menschen, die mit der Situation grundsätzlich klar kommen.“

Ralf Wieber, Geschäftsführer der Tanzschule Wieber und Vorsitzender des Remscheider Marketingrats „Ich hatte vor drei Wochen eine Darmoperation. Was ich da erlebt habe, das war so toll. Die Krankenschwestern und Pfleger waren so freundlich – trotz der stressigen Situation. Die hatten immer ein nettes Wort übrig, waren immer ruhig. Das sind für mich Helden des Alltags.“

Alexa Bell, Oberbürgermeister-Kandidatin und stellvertretende Kreisvorsitzende der CDU „Helden sind für mich die Nachbarn, die füreinander einkaufen, sich um ihre Mitmenschen kümmern, die aufeinander aufpassen. Auch die Polizisten und die kommunalen Ordnungskräfte. Und natürlich die Pflegekräfte. Die Kassiererinnen, die immer noch freundlich sind, auch wenn einige Menschen oft schon genervt in die Läden gehen, sei es im Supermarkt oder im Einzelhandel. Ich habe schon oft erlebt, dass die Leute dort wieder mit einem Lächeln hinausgegangen sind. Weil die Kassierer immer freundlich geblieben sind und immer ganz ruhig waren. Großartig.“