VHS hinkt bei der Digitalisierung hinterher

Weiterbildung in Remscheid: VHS hinkt bei der Digitalisierung hinterher

Die Remscheider Volkshochschule feiert im nächsten Jahr ihren 100. Geburtstag.

Dass sie diesen einigermaßen entspannt begehen kann, dafür sorgt zum einen eine bessere finanzielle Ausstattung und zum anderen die attestierte Qualität der Kursangebote. Nicole Grüdl-Jakobs, Leiterin des Kommunalen Bildungszentrums, zu dem die VHS gehört, kann mit mehr Geld vom Land rechnen. 23.000 Euro erhält die Weiterbildung zusätzlich. Außerdem dynamisiert sich der Landeszuschuss um zwei Prozent pro Jahr.

Von der aufwendigen Arbeit, einen Selbstreport über die VHS in Form von 150 Seiten zu verfassen, ist die VHS-Leiterin für die nächsten drei Jahre befreit. Die VHS besitzt ein Gütesiegel, das die Qualität ihrer Arbeit bestätigt. Als erste VHS in der Region hat Remscheid die Zertifizierung 2009 erhalten. Sie ist Voraussetzung, um an Fördermittel zu kommen. Um auch 2022 die Gutachter von der Arbeit vor Ort zu überzeugen, hat die VHS klare Ziele formuliert. Dazu gehört unter anderem, die Kommunikation mit den Kunden und den Standort VHS zu stärken. Die VHS wird mit dem Ämterhaus identifiziert. Dort findet ein Großteil der Kurse statt. Nach dem Umzug der Verwaltung in das Gebäude an der Scharffstraße vor sechs Jahren gab es im Ämterhaus keinen direkten Ansprechpartner mehr für VHS-Angelegenheiten. Inzwischen gibt es wieder ein VHS-Büro im Dienstleistungszentrum. „Das kommt bei Kunden und Dozenten sehr gut an“, sagt Grüdl-Jakobs.

  • Remscheid : VHS - Politik gibt der Verwaltung keine Vorgaben

Die VHS-Bereiche sind dennoch weiterhin schwer zu finden. Im nächsten Jahr soll ein Leit- und Orientierungssystem unnötiges Suchen verhindern. Beim Thema „Digitalisierung“ hinkt die VHS deutlich hinter den Anforderungen her. Das fängt bei der technischen Ausstattung an. Das WLAN-Netz sei so schwach, dass kaum zwei Rechner sich einloggen könnten. Außerdem sollen die Dozenten im Umgang mit digitaler Technik geschult werden, damit sie zum Beispiel ein Whiteboard bedienen können. Die Sprachförderkurse für Migranten haben ihre Grenze erreicht. Die 1400 Belegungen habe die VHS bisher mit eigenen Kräften geschultert. „Um die Professionalität weiter zu gewährleisten, kommen wir nicht umhin, neues Personal zu beantragen“, sagt Grüdl-Jakobs. Die Anträge sollen beim Bundesamt für Migration gestellt werden.

Mehr von RP ONLINE