The Voice of Germany: Sally Haas überzeugt zwei Juroren

Remscheiderin bei „The Voice of Germany“ : Sally Haas überzeugt zwei Juroren

Die 19-jährige Remscheiderin Sally Haas trat am Donnerstagabend bei „The Voice of Germany“ mit „Riptide“ von Vance Joy auf. Dabei kam sie bei Mark Forster und Alice Merton gut an und ist eine Runde weiter.

Seit dem 12. September werden bei ProSieben neue Gesangstalente gesucht - am Donnerstagabend lief die zweite Folge der neunten Staffel der Casting-Show „The Voice Of Germany“. 13 aufstrebende Sängerinnen und Sänger versuchten, die vierköpfige Jury - Alice Merton, Mark Forster, Sido und Rea Garvey - nur mit ihrer Gesangsstimme zu überzeugen.

Mit dabei war auch eine Teilnehmerin aus Remscheid - Influencerin und Model Sally Haas, mit 19 Jahren das Küken dieses Abends. Aber davon ließ sich die ehemalige Sophie-Scholl-Gesamtschülerin nicht ins Bockshorn jagen, auch wenn sie noch kurz vor ihrem Auftritt ihren rund 80.000 Instagram-Followern via Live-Video vom Bühnenrand mitteilte: „Jetzt geht’s los, ich bin so aufgeregt ...“ Dann aber musste sie das Handy abgeben.

Sally Haas, die mittlerweile in Berlin lebt, war als dritte Teilnehmerin an der Reihe. Den Anfang machte der Gruppen-Opa, der 53-jährige Stiletto Stohl aus Wien, der mit seiner hochenergetischen AC/DC-Hommage „You shook me all Night long“ allerdings keinen der Juroren dazu bewegen konnte, auf den Knopf an ihrem Sessel zu drücken.

Ganz anders war das dann bei Philipp Fixmer aus Eitensheim, der mit seiner eindringlichen Performance von „Power over me“ von Dermot Kennedy schon nach einigen Takten alle vier Jury-Mitglieder sprichwörtlich von den Stühlen holte. Dann war der große Augenblick für Sally Haas gekommen. Im Einspieler war sie noch mit Mama, Papa, ihrer besten Freundin Fiona, ihrem Bruder und ihrem Freund sowie Germany’s Next Topmodel-Gewinnerin und Freundin Toni Dreher-Adenuga zu sehen - auf der Bühne war sie ganz auf sich alleine gestellt.

Die 19-jährige Remscheiderin hatte sich das Lied „Riptide“ von Vance Joy ausgesucht. Das Stück strahlte eine gewisse Lässigkeit aus, die sehr gut zum Auftreten der jungen Frau passte, die ihrerseits ebenfalls über eine gewisse Wurschtigkeit verfügte. Und doch kam sie gleichzeitig sehr zerbrechlich rüber, quasi so eine Art Mischung aus Göre und Klosterfrau. Sally Haas hatte zuvor gesagt, dass sie sich bei „The Voice of Germany“ ganz vorurteilsfrei auf der Bühne bewegen könne - anders als das bei ihrer ersten Fernseherfahrung bei Heidi Klums Model-Show der Fall gewesen sei. Die Lässigkeit des Stücks übertrug sich offensichtlich auch auf sie, das zeigte sich auch am Applaus des Publikums, der direkt aufbrandete.

Am Ende drückten Alice Merton und Mark Forster den Buzzer und drehten sich für die 19-Jährige um. Was den Einzug in die nächste Runde bedeutete. In welchem Team? „Ich habe das Gefühl, dass eine von euch beiden besser zu mir passt und mir noch mehr beibringen kann - Alice Merton.“ Die beiden Juroren zeigten sich von der jungen Remscheiderin gleichermaßen begeistert: „Du hast eine wunderschöne Stimme und strahlst dazu noch eine große Lässigkeit aus“, sagte Alice Merton. Mark Forster ergänzte: „Du meinst das, was du singst. Das fühlt man.“ Sally Haas’ eigentlicher Wunsch-Coach Sido erklärte darauf jedoch: „Siehst du, das ist der Unterschied zwischen uns - ich habe es nicht gefühlt.“ Egal, die 19-Jährige freute sich über ihren Erfolg.

Die Qualität der Darbietungen war insgesamt sehr hoch, wobei die Bandbreite von rockigen Songs wie „Raise your Glass“ von Pink, das Janina Mahnken aus Osterholz-Scharmbeck präsentierte, oder „Open your Eyes“ von den Guano Apes, das sich Sandra Siebert aus Bad Zwesten ausgesucht hatte, bis hin zu Balladen wie „Someone you loved“ von Lewis Capaldi, mit dem der Ahauser Linus Hemker überzeugte.

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Den fulminanten Abschluss bot indes die Hamburgerin Fidi Steinbeck, die „Durch den Sturm“ von Matthias Schweighöfer so eindrucksvoll darbot und sich dabei selbst am Cello begleitete, dass die Juroren sich beinahe gleichzeitig umdrehten. Keine Frage, die Konkurrenz für Sally Haas ist nicht ohne. Bleibt abzuwarten, wie sie sich im weiteren Verlauf schlagen wird ...

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