Remscheid: Tauwetter — Feuerwehr hält Sandsäcke bereit

Remscheid: Tauwetter — Feuerwehr hält Sandsäcke bereit

Mittwochmorgen hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine amtliche Vorwarnung zur Unwetterwarnung vor starkem Tauwetter veröffentlicht, demnach soll von heute bis Montag durchgreifendes Tauwetter mit zum Teil kräftigem Regen einsetzen.

Damit kommt es an Bach- und Flussläufen zu einer zunehmenden Hochwassergefahr — und rund um Eschbach und Wupper beginnt ein weiteres Mal das Warten auf das Wasser.

Im Sommer 2007 wurde unter anderem das Freibad Eschbachtal nach heftigen Regenfällen regelrecht überflutet, ein großer Schaden entstand. Seit diesem Einsatz hat die Feuerwehr Remscheid neue Hochwasserpläne in der Schublade, "die wir sofort abrufen können", sagt Sebastian Wagner, stellvertretender Leiter der Remscheider Feuerwehr.

So werden in einem Raum gefüllte Sandsäcke bereitgehalten. Zudem gibt es Alarmierungs-Pläne für die Helfer vom THW oder der Freiwilligen Feuerwehr, die beim Füllen neuer Säcke und der Sicherung bedrohter Uferstellen Hilfe leisten können.

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Kein spezieller Gulli-Einsatz

Neuralgische Punkte sind Morsbach und Eschbach, sowie einzelne Regenrückhalte-Becken. An den Bachläufen wird die Feuerwehr jetzt vorbeugend die Uferzonen abfahren und kontrollieren, ob hier abgebrochene Äste oder anderes Treibgut an den Bachrändern liegt. Das wird dann weggeräumt. So soll verhindern werden, dass sich bei steigendem Wasserpegel Äste querstellen und den Durchfluss blockieren.

Bei den REB sieht man dem Tauwetter gelassen entgegen. Sorge, dass zugefrorene oder von Schnee bedeckte Gullideckel den Weg des Schmelzwassers blockieren könten, gebe es nicht, sagte Michael Sauer. Anders als in anderen NRW-Städten gab es auch keine Sondereinsätze, bei denen Gullis freigeräumt wurden. "Unsere Kollegen vom Kanalbetrieb haben in den letzten Wochen darauf geachtet, dass die Abläufe frei bleiben", sagt Sauer.

Hier geht es zur Bilderstrecke: 14. November 2010: Starkregen sorgt für Hochwasser in NRW

(RP)