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Tafel in Remscheid bleibt durch Spender mobil

Neuer Kleintransporter : Tafel bleibt durch Spender mobil

Mit neuem Kleintransporter werden Lebensmittelspenden abgeholt und verteilt.

Täglich um 7.30 Uhr starten zwei Kühl-Transporter der Remscheider Tafel für Bedürftige ihre Tour von der Zentrale an der Wülfingstraße. Die über 30 regelmäßigen Spender der Tafel erwarten die Fahrer bereits mit Lebensmitteln, die dadurch vor der Vernichtung bewahrt werden. Die Fahrer bringen das Essen im Anschluss an die sechs Ausgabestellen der Tafel im gesamten Stadtgebiet.

12.000 bis 15.000 Kilometer im Jahr legt ein Fahrzeug dabei zurück, sagt der Tafelvorsitzende Frank vom Scheidt. Im Beisein einiger Spender stellte er gestern einen neuen Transporter vor. 29 Firmen haben sich an den Kosten für das Auto beteiligt. Er habe dafür „keine Türen eintreten müssen“, sagte Bernd Greive, der selber Mitglied im Tafel-Verein der Nachbarstadt Wuppertal ist. Mit seiner auf Sozial-Sponsoring spezialisierten Firma hat er bereits zum vierten Mal für die Remscheider Tafel gesammelt. Sein Eindruck: Die Tafel hat einen guten Ruf, ist bekannt in der Stadt. Manche Firma sei „Wiederholungstäter“, habe bereits mehrfach für ein Fahrzeug gespendet. Eine Werbefläche auf dem Transporter nennt die Spenderfirmen, die bis auf eine Ausnahme alle aus Remscheid kommen.

Das Fahrzeug ist nicht geleast, sondern gehört der Tafel. Sie kann es nach der Nutzungsdauer verkaufen. So gerade geschehen mit dem Vorgänger des Fiat, der seit gestern auf Remscheids Straßen unterwegs ist. Der Erlös wurde in die Kühlanlage des neuen Transporters investiert.

Insgesamt 350 bis 400 Menschen haben einen Nutzerausweis und kommen regelmäßig zur Lebensmittelausgabe der Tafel, berichtete vom Scheidt. Die Zahlen sind konstant. Das wertet vom Scheidt als Zeichen, dass sich die Armutssituation in Remscheid nicht verschlechtert hat. Überregionale Berichte, wonach mehr Rentner die Tafel nutzen, kann er für Remscheid nicht bestätigen. Die Tafel beschäftigt drei hauptamtliche Mitarbeiter. 80 Menschen helfen ehrenamtlich, die meisten an den Ausgabestellen.