Sven Wolf: ISG muss ihre Aufgaben erledigen

Politik in Remscheid : Wolf: ISG muss ihre Aufgaben erledigen

SPD-Fraktionschef Sven Wolf moniert im BM-Sommergespräch, dass bislang auf der Allee zu wenig passiert sei. Die von den Grünen geforderte Ausrufung des Klimanotstandes würde seine Fraktion im Rat unterstützen.

Mit gut gefülltem Themenblock kommt der SPD-Fraktionschef und Landtagsabgeordnete Sven Wolf zum Redaktionsgespräch.

DOC „Ich bin immer noch überzeugt, dass das DOC ein großer Erfolg und ein großer Impuls wird für unsere Region“, sagt Wolf. Outlet-Center seien weiter sehr erfolgreich. Der Blick nach Neumünster bei Hamburg zeige, dass durch die Ansiedlung viele neue Arbeitsplätze im Bereich Dienstleistung entstanden seien. Hier habe auch Remscheid Bedarf. „Der Punkt mit dem DOC muss ausgeräumt sein“, sagt Wolf in Richtung Wuppertal, wo der Rat bald entscheiden soll, ob die Stadt die Klagen gegen die Remscheider Pläne zurückzieht. Andernfalls sei die „bergische Zusammenarbeit sehr belastet“.

ISG Alleestraße Kritik äußert Wolf an der Arbeit der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Alleestraße. Die ISG sei „mit Sicherheit sehr rührig“. Wolf fehlen aber konkret sichtbare Aktivitäten zur Belebung der Einkaufsstraße und zur Steigerung der Aufenthaltsqualität. Das sei ihre Hauptaufgabe. Die jüngst aufgehängten Blumenampeln seien „sehr schön“, ein erster Schritt. Aber es fehlten nach wie vor Sitzgelegenheiten auf der Allee.

Brunnen-Comeback Um den im Sommer besonders aufgeheizten Innenstadtbereichen etwas Abkühlung zu bringen, möchte die SPD prüfen lassen, was eine Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Brunnen kosten würde. Dies sei ein kleiner Beitrag, um das innerstädtische Klima besser zu machen.

Klimanotstand Anders als CDU-Chef Jens Nettekoven hat Sven Wolf keine Sorgen, dass ein Ausrufen des Klimanotstandes durch den Rat nicht zu kontrollierende Konsequenzen haben könnte. Es gehe zunächst darum, öffentlich anzuerkennen, dass der Klimawandel von Menschen gemacht werde. Dann sollten konkrete weitere Maßnahmen überlegt werden, die die Stadt ergreifen könnte. Es sei in Remscheid schon einiges passiert. Als Beispiel nannte der SPD-Fraktionschef das städtische Gebäudemanagement. Remscheid produziere in seinen Gebäuden bereits weniger CO2 als in den Klimavorgaben gefordert werde. Wichtig sei der SPD, dass die Dinge des täglichen Lebens auch weiterhin für Menschen mit niedrigeren Einkommen „bezahlbar bleiben“.

Kommunalwahl-Themen Neben den bereits angesprochenen Dingen nennt Wolf die Qualität des Wohnens als wichtigen Punkt. Bei Nachbarschafts-Gesprächen etwa in Klausen oder in Hasten im Bereich der neuen Kita Arturstraße sucht die SPD seit einiger Zeit vermehrt das Gespräch mit den Bürgern, hört, wo der Schuh drückt. Die Liste der Wünsche und Nöte sei lang. In Klausen etwa gebe es Luft nach oben, was die Attraktivität des Wohnumfeldes angeht. Hier werde man aktiv, habe Kontakt mit der LEG. Generell könne man mit kleinen Impulsen viel tun, um die Aufenthaltsqualität in den Quartieren zu erhöhen. „Da kann man deutlich mehr machen.“ Vermeiden möchte Wolf, „dass wir im Wahlkampf anfangen, negative Dinge herauszustellen und uns gegenseitig unsere Stadt schlechtreden“.

Wolf ist weiter überzeugt vom Erfolg des Outlet-Centers. Foto: McArthurGlen
Im Juli erklärte OB Mast-Weisz der SPD, dass er wieder antritt. Foto: Moll, Jürgen (jumo)
Die Brunnen in Remscheid sollen wieder sprudeln. Foto: Hertgen, Nico (hn-)

OB Burkhard Mast-Weisz Wolf lobt den „unglaublichen Fleiß“ von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD). Der sei unermüdlich für die Stadt im Einsatz, ziehe mit seiner positiven Art viele Menschen mit, nicht nur innerhalb der Verwaltung. Sein Einsatz sei auch Ermutigung für viele Ehrenamtler, die sich für die Stadt einsetzen.

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