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Sven Wolf: Genossenschaft für die Böker-Villa gründen

Politik in Remscheid : Sven Wolf: Genossenschaft für die Böker-Villa gründen

Remscheid hat eine Waldgenossenschaft, an der viele Bürger Anteile besitzen.

Warum soll es nicht eine Genossenschaft für die Böker-Villa geben, in der sich Remscheider einkaufen können? Diese Variante stellte SPD-Fraktionschef Sven Wolf im Gespräch mit unserer Zeitung vor. Dieser Weg könne eine Lösung sein, wenn sich im laufenden politischen Entscheidungsverfahren für keinen der beiden Kaufinteressenten ein klares Votum ergeben sollte.

Wie berichtet, ist der Remscheider Verein Gründerschmiede, der über eine für den Kauf gegründete Gesellschaft ein Angebot gemacht hat, der Wunschkandidat vieler Politiker. Allerdings hat der zweite Bieter, die Küpper Bros. Produkt- und Projektentwicklung aus Wuppertal, nach Angaben der Stadt das wirtschaftlich deutlich bessere Angebot gemacht. Aus Sicht der Stadt spricht das eindeutig für den externen Bewerber.

Diese Zwickmühle hat dazu geführt, dass auch nach zwei Vorstellungsrunden der Bewerber in den politischen Gremien eine Entscheidung nicht abzusehen ist. Dass die Würfel in der Ratssitzung am 6. Dezember fallen, ist mehr als unwahrscheinlich.

  • Blick aus der Böker-Villa in den
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  • Fotomontage der Gründerschmiede von der Villa.
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  • Blick vom VHS-Gebäude auf die Böker-Villa,
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„Wir wollen verhindern, dass der Gründerschmiede die Tür vor der Nase zugemacht wird“, sagt Wolf. Die Genossenschafts-Lösung könnte aus seiner Sicht dann ins Auge gefasst werden, wenn zwei andere denkbare Varianten nicht greifen. Die erste bestünde darin, dass die Gründerschmiede als Mieter in das von Küpper gekaufte Gebäude einzieht. Dazu gibt es momentan noch keine Signale. Viel wird an den Konditionen für den Mieter hängen.

Denkbar sei auch, dass die Stadt der Gründerschmiede eine andere interessante Immobilie anbietet, in der sie ihr Konzept entwickeln kann. Das dürfe keine Hinterhof-Adresse sein, sagte Wolf. Scheitern diese Optionen, könne die Stadt das laufende Verkaufsverfahren stoppen und einen neuen Anlauf starten.

In die Böker-Villa-Genossenschaft könne sich die Stadt mit dem Gebäude einbringen, für die notwendige Sanierung und Umgestaltung müsse dann über die Genossenschaft Geld bereitgestellt werden. Ziel müsse es sein, an dieser zentralen Stelle der Stadt eine hochwertige Lösung zu erreichen.