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Sturmwarnung in Remscheid: Außensportanlagen ab 14 Uhr geschlossen

Zahlreiche Unwetter-Einsätze : Sturmtief „Zeynep“ zieht in zwei Wellen über Remscheid

Neben der Berufsfeuerwehr waren am Freitagabend sämtliche Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Die schweren Sturmböen hinterließen im Stadtgebiet nur Sachschäden.

Gegen 15.20 Uhr kam es am Freitag zu ersten Schadensmeldungen. 15 Einsätze der Feuerwehr hatten mit losen Gerüstteilen und abgebrochenen Ästen sowie umgestürzten Bäumen, Plakatwänden oder Bauzäunen zu tun.

Deutlich intensiver wüteten die Sturmböen in der zweiten Phase am Abend - und auch die Auswirkungen waren größer. Im Jägerwald stürzte ein Baum auf eine Stromleitung und führte zu einem Kurzschluss mit Folgebrand am Mast. Auf der Autobahn A1 fuhren zwei Lastwagen in die Spitze einer umgestürzten Fichte, die in die Fahrbahn ragte. In Büchen stürzte ein Baum auf die Schienen der Bahnstrecke der S7 – die Strecke wurde gesperrt.

An vielen Häusern wurden Dächer beschädigt. An der Arnoldstraße zum Beispiel lösten sich große Teile der Eindeckung bei einem Flachdach eines Mehrfamilienhauses. Zudem blockierten mehrere umgestürzte Bäume Straßen und Schienen.

Nachdem sich die Witterungslage am Abend relativ schnell beruhigt hatte, wurden die Sturmeinsätze gegen 21 Uhr abgeschlossen.

Der Rettungsdienst hatte am Freitag mit 55 Einsätzen ebenfalls eine hohe Auslastung. In 15 Fällen war der Notarzt eingesetzt. Keiner der Einsätze stand jedoch im Zusammenhang mit dem Unwetter.

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Zwei Fehlauslösungen der Brandmeldeanlage in Gebäuden der Stiftung Tannenhof sowie mehrere Verkehrsunfälle hatten parallel zum Unwetter zu weiteren Einsätzen der Feuerwehr geführt. Gegen Mittag kam es in der Wilhelmstraße zu einem PKW-Brand. Passanten hatten vor Ankunft der Feuerwehr einer älteren Frau und ihrem Hund aus dem brennendem Fahrzeug geholfen.

Aufgrund der zu erwartenden Wetterlage hatte der Krisenstab der Feuerwehr und anderer beteiligter Dienststellen an die Eigenverantwortung der Bürger appeliert: Auf den Besuch von Wäldern, Parks, Friedhöfen und Grünanlagen sollte nicht nur am Freitag dringend verzichtet werden, sondern auch weiterhin. Es bestehe immer noch die Gefahr, dass Äste brechen oder Bäume umstürzen. Diese Warnung gilt auch für den Rundwanderweg der Eschbachtalsperre.  

(gra/daf)