Startklar für den 17. Röntgenlauf-Tag

Lokalsport : Startklar für den 17. Röntgenlauf-Tag

Am 29. Oktober gehen wieder tausende Läufer auf den zahlreichen Strecken an den Start. Allerdings wird es diesmal wohl kein neues Rekord-Meldeergebnis geben.

Man merkt ihnen die Vorfreude deutlich an: Auch die 17. Auflage sorgt bei den Verantwortlichen des Röntgenlaufs am letzten Oktober-Sonntag für das berühmte Kribbeln. Auch wenn sich bei den Vorbereitungen im Laufe der Jahre viele Dinge verselbstständigt haben, so schleicht sich bei Planung und Organisation trotzdem keine Routine ein. Gerade in diesem Jahr sind viele neue Dinge zu beachten.

Was sagt der Oberbürgermeister? Für Burkhard Mast-Weisz ist es ein Muss, sich bei der Großveranstaltung sehen zu lassen und sonntags in Hackenberg den Startschuss zu geben. "Ich habe seit 2008 keinen Röntgenlauf verpasst", sagt er, "schließlich handelt es sich um die Laufveranstaltung im Bergischen schlechthin."

Spielt das Thema Sicherheit in Zeiten von erhöhter Terrorgefahr eine besondere Rolle? "Ja", bestätigt der Vorsitzende des veranstaltenden Röntgensportclubs, Thomas Neuhaus, der zugleich auch Sportdezernent der Stadt ist. "Es wird unter anderem mehr Lkw-Sperren geben. Wir haben mit dem Ordnungsamt und der Polizei entsprechende Vorkehrungen getroffen." Und Sportamtsleiter Martin Sternkopf ergänzt: "Zudem werden wir in der Halle zusätzliches Personal haben." Wie viele Teilnehmer haben sich bislang angemeldet? "Nach dem Stand von Montag sind es bislang 2134 Läuferinnen und Läufer", berichtet Katharina Tomaszek, die Chefin des Röntgenlaufbüros. Dass man damit um "30 Prozent unter dem Wert des Vorjahrs" liegt, mochte Wolfgang Görtz als Pressesprecher und Mitorganisator nicht verhehlen. Allerdings sind noch viele Nachmeldungen zu erwarten. "Der Trend bei den Athleten geht dahin, sich erst auf den letzten Drücker anzumelden", gewährt der frühere Sportamtsleiter Bernd Fiedler Einblick in seinen reichhaltigen Erfahrungsschatz. "Wir gehen noch von vielen Teilnehmern aus Firmen, Schulen und Vereinen aus", bestätigt Tomaszek.

Gibt es weitere Gründe für die bisherige Zurückhaltung bei den Anmeldungen? Einer, der es wissen muss, ist Andreas Menz, der auch diesmal wieder mit Bernd Hamer und Lothar Vieler für die Moderation am Start beziehungsweise in den Zielbereichen zuständig ist und Woche für Woche bei Laufveranstaltungen zugegen ist. "Die Leute können sich nicht splitten", stellt er klar. "Der Röntgenlauf hat ein großartiges Standing in der Szene, aber es gibt in Nordrhein-Westfalen immer mehr Läufe, und die Leute probieren gerne mal etwas Neues aus." Thomas Neuhaus verweist zudem auf die Herbstferien: "Da ist es normal, dass wir die 4000er-Marke nicht knacken." Für Burkhard Mast-Weisz ist das ohnehin kein Problem: "Wir machen die Veranstaltung ja nicht, um Rekorde zu brechen."

Was wird alles neu sein beim 17. Röntgenlauf? Die Firma Mäuler hat den Transport der Kleidersäcke von der insolventen Firma Flesche übernommen. In den Lastern wird es Gestelle geben, auf denen die Kleidersäcke aufgehängt werden können. Die Firma Erzquell tritt die Nachfolge der Erdinger-Brauerei an. Statt alkoholfreiem Hefeweizen gibt es in den Zielbereichen "normales" alkoholfreies Bier. Für zwei Vereine, die sich mit ihren Ständen von der Strecke zurückgezogen haben, wurde mit dem Sportbund Remscheid und der Arbeit Remscheid sehr guter Ersatz gefunden. Letztere, eine gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft, hat auch für ein neues Siegerpodest in der Sporthalle Hackenberg gesorgt.

Ist der Röntgenlauf auch drumherum ein Fall für die ganze Familie? Mehr und mehr. Die Firma bike-tec aus Hückeswagen bietet E-Bikes und Pedelecs zum Ausprobieren an. Und die Firma Hudora einen Mini-Hugodrom. Da wird es auch am Rand der Strecke nicht langweilig. Mast-Weisz: "Wir können allen Unternehmen, Vereinen, Ehrenamtlern und Helfern nur danken."

(RP)
Mehr von RP ONLINE