Remscheid: Stadtwerke-Fusion — Tarif soll weiter gelten

Remscheid: Stadtwerke-Fusion — Tarif soll weiter gelten

Rund 190 der insgesamt gut 1500 Mitarbeiter in den drei bergischen Stadtwerken werden sich durch den geplanten Rheinisch-Bergischen Stadtwerkeverbund der Städte Solingen, Remscheid und Velbert "örtlich verändern" müssen. Das erklärte der Geschäftsführer der Solinger Stadtwerke, Andreas Schwarberg, am Rande einer Pressekonferenz.

Die drei Stadtwerke erhoffen sich aus der Kooperation eine Einsparung in Höhe von rund 19 Millionen Euro. Angesichts rückläufiger Erträge vor allem im Gasgeschäft durch den bislang zu warmen Winter bekommt die Fusion für dieEnergieversorger zusätzliche wirtschaftliche Bedeutung.

Mitte Januar, so der Plan, sprechen die drei Städte darüber, wer künftig zu wie viel an dem Rheinisch-Bergischen Stadtwerkeverbund beteiligt ist, und ob dieser eine GmbH wird oder eine andere Rechtsform annehmen soll.

"Diese Entscheidungen sollten Ende Januar getroffen sein." Denn die nötigen Verträge sollen noch im ersten Quartal 2008 unterzeichnet werden.

In Solingen hängt der Haussegen zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat zurzeit allerdings schief. Die Arbeitnehmervertreter sind aus den Verhandlungen ausgestiegen, weil sie unter anderem nicht durchsetzen konnten, bis 2030 eine Beschäftigungsgarantie zu erhalten. Dennoch ist Schwarberg zuversichtlich, erneut mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

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Schwarberg hofft, am 9. Januar die Arbeitnehmervertreter mit den Gewerkschaften Verdi und Komba an einen Tisch zu bekommen, um über einen Überleitungstarifvertrag für die Mitarbeiter zu verhandeln. Auch in Remscheid gibt es nach BM-Informationen zu diesem Thema Differenzen zwischen dem Betriebsrat und der Geschäftsführung.

Keine Schlechterstellung

Derzeit arbeiten die Stadtwerke-Beschäftigten in allen drei Stadtwerken auf Basis des Tarifvertrages Versorgung (TVV) beziehungsweise Nahverkehr (TVN). Diese Tarifverträge sollen auch künftig gelten, erklärt Schwarberg. "Es wird keine Schlechterstellung und keine betriebsbedingten Kündigungen geben."

Bisherige Berichterstattung unter www.rp-online.de/remscheid

(RP)