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Remscheid: Stadtverwaltung arbeitet an Plänen für Hackenberg

Remscheid : Stadtverwaltung arbeitet an Plänen für Hackenberg

In den nächsten Tagen gibt es ein verwaltungsinternes Treffen im Rathaus, bei dem die Probleme für die Sportvereine in Lennep und die Freizeitsportler angesprochen werden, wenn das Designer-Outlet-Center (DOC) gebaut werden sollte. Das bestätigte Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz.

Der Stadtdirektor zeigte Verständnis für die Sorgen des Sportbundes und sicherte Unterstützung zu. Er stellte sich hinter die Äußerung von Oberbürgermeisterin Beate Wilding, dass kein Bagger ins Röntgen-Stadion einrollen soll, bevor es keine Kompensation für die Sportflächen in Lennep gibt. "Die Umsetzung ist eine große Herausforderung. Es ist unser Ziel, sie erfolgreich zu meistern", sagte Mast-Weisz. Dabei geht es nicht nur um den vereinsgebundenen Sport, sondern auch um die Spiel- und Trainingsmöglichkeiten für die Freizeitsportler. Die Ergebnisse will Mast-Weisz transparent mit dem Sportbund kommunizieren.

Der Vorsitzende des Sportbundes Remscheid, Reinhard Ulbrich, hat vorige Woche gesagt, er habe kein Vertrauen mehr in die Zusagen der Oberbürgermeisterin, wie die Zwischenzeit von anderthalb Jahren Bauzeit für die Sportler gestaltet werden soll, wenn das Röntgen-Stadion dem Designer-Outlet-Center (DOC) weichen muss und zeitgleich auf dem Hackenberg neue Sportflächen entstehen.

"Ich will wissen, was auf dem Hackenberg passieren soll", sagte Ulbrich. Die Stadt habe nicht endlos Zeit, wenn am 10. Oktober der Kaufvertrag unterschrieben werden soll. Wenn die Stadt mit dem Investor den Kaufvertrag unterzeichnen sollte, ist er von aufschiebender Wirkung. Er tritt erst in Kraft, wenn die Bezirksregierung die Baugenehmigung erteilt. Die wird für Anfang 2015 erwartet. Der Investor McArthurGlen hatte angekündigt, zum Weihnachtsgeschäft 2016 zu eröffnen. Die Stadt muss nun zwei Probleme vorrangig lösen: Zum einen muss geklärt werden, ob eine Chance besteht, die Ausschreibungen für den Neubau der Sportstätten am Hackenberg zu verschicken, auch wenn noch keine Baugenehmigung fürs DOC vorliegt. Zum anderen braucht es einen Plan, wie die Vereine aus Lennep für eine Übergangszeit auf andere Plätze verteilt werden können.

(RP)