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Remscheid: Stadtteilprojekt bezieht Büro am Hasenberg

Remscheid : Stadtteilprojekt bezieht Büro am Hasenberg

Das "IQ Hasenberg" hat seit Montag ein eigenes Domizil. am Hasenberger Weg. Projektkoordinatorin Christiane Mersmann-Pohl will hier für alle Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil eine Anlaufstelle bieten und Begegnungen ermöglichen. "Füreinander und miteinander" sollen die verschiedenen Interessengruppen zusammenarbeiten – so steht es groß am Schaufenster geschrieben. Wie berichtet, soll in dem Lenneper Stadtbezirk das erste Inklusive Quartier (IQ) in Remscheid entstehen. "Wir möchten in jeder Hinsicht Barrierefreiheit bieten. Inklusiv heißt, vom Kind bis zum Senior alle mitzunehmen – gleich, ob jemand mit einer Einschränkung leben muss oder nicht", erklärte sie.

Das "IQ Hasenberg" hat seit Montag ein eigenes Domizil. am Hasenberger Weg. Projektkoordinatorin Christiane Mersmann-Pohl will hier für alle Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil eine Anlaufstelle bieten und Begegnungen ermöglichen. "Füreinander und miteinander" sollen die verschiedenen Interessengruppen zusammenarbeiten — so steht es groß am Schaufenster geschrieben. Wie berichtet, soll in dem Lenneper Stadtbezirk das erste Inklusive Quartier (IQ) in Remscheid entstehen. "Wir möchten in jeder Hinsicht Barrierefreiheit bieten. Inklusiv heißt, vom Kind bis zum Senior alle mitzunehmen — gleich, ob jemand mit einer Einschränkung leben muss oder nicht", erklärte sie.

Und weil im Quartier viele Zuwanderer wohnen, sollen auch Sprachbarrieren kein Hindernis für gegenseitigen Austausch sein. Den Raum in zentraler Lage am Hasenberger Weg hat die Wohnungsgesellschaft Gewag als einer der Projektpartner kostenlos zur Verfügung gestellt.

Das Büro wirkt freundlich, hell und einladend. Gemeinsam mit der Koordinatorin hat Susanne Diehl, die derzeit eine Ausbildung zur Kauffrau im Gesundheitswesen absolviert, für die Einrichtung und Deko gesorgt. Büromöbel und Regale stammen aus dem Bestand des Augusta-Hardt-Heims, das sich federführend ebenso für das IQ Hasenberg einsetzt.

Vier Stunden in der Woche ist das Stadtteilbüro durch beide Damen zunächst besetzt. "Wir müssen erst einmal mit unseren Ressourcen auskommen." Acht Arbeitsstunden in der Woche werden durch eine Anschubfinanzierung der Aktion Mensch gefördert. In dieser Zeit muss Christiane Mersmann-Pohl auch konzeptionell arbeiten, denn im Herbst hoffen die Initiatoren nach Antragstellung den Zuschlag für eine Anschlussförderung in Höhe von 250 000 Euro ebenso durch die Sozialorganisation zu erhalten. Bis dahin sollen die Anwohner nicht zuletzt durch die neue Anlaufstelle Gelegenheit haben, sich mit Ideen und bürgerschaftlichem Engagement einzubringen.

Viele Anregungen wurden nach der ersten Bürgerversammlung, zu der im Januar rund 200 Menschen kamen, aufgegriffen. "Der größte Wunsch ist ein Lebensmittelladen für den täglichen Bedarf, der mit einem Beratungszentrum und vielleicht mit einem integrierten Café ergänzt wird."

Auch die Stadtsparkasse, die im Sommer die Filiale auf dem Hasenberg aufgeben und nur noch Selbstbedienungsterminals einrichten wird, könnte hier Beratungsstunden anbieten. "Genauso könnte ich mir hier Pflegeberatung vorstellen. Wenn viele mitmachen, kann das richtig lebendig werden", denkt Christiane Mersmann-Pohl über eine Erweiterung des Angebots nach. Durch ein Fotoprojekt des Lenneper Jugendzentrums "Die Welle" sollen die Wünsche der Kinder und Jugendlichen an ihr Wohnumfeld ermittelt werden.

Und weil direkt vor dem Büro eine großzügige Terrasse zu finden ist, kann sich die Koordinatorin vorstellen, bei gutem Wetter hier ein paar Tische aufzustellen und Kaffee anzubieten. Ob dieser Aussicht strahlt Helga Özhan, die sich die Räume gleich als Erste angeschaut hat, über das ganze Gesicht.

(bona)