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Verwaltung in Remscheid: Stadtplaner bearbeiten 2018 vor allem die Innenstadt

Verwaltung in Remscheid : Stadtplaner bearbeiten 2018 vor allem die Innenstadt

Das vorhandene Personal im Bereich Stadtplanung steht im Missverhältnis zu den zahlreichen Projekten auf dem Arbeitszettel der Verwaltung. Baudezernent Peter Heinze will daher Prioritäten setzen. Manches Thema muss warten.

Zwei nebeneinanderstehende Säulengrafiken stellte Baudezernent Peter Heinze am Donnerstagabend an den Anfang seines Vortrags im Stadtentwicklungsausschuss. Die linke Säule zeigte die geschätzte Zahl der Arbeitsstunden, die für die Umsetzung der diversen Projekte der Stadtplanungsabteilung in diesem Jahr nötig sein werden. Gleich daneben zeigte eine deutlich kleinere Säule die vorhandene Arbeitskraft in der mit einem Abteilungsleiter, zwei Ingenieuren und einer Landschaftsarchitektin in Teilzeit besetzten Einheit.

Klare Botschaft: Es gibt aktuell ein starkes Missverhältnis zwischen Anspruch und Wirklichkeit - zumindest, was den Wunsch nach einer schnellen Umsetzung der Projekte angeht. Lange Zeit habe fehlendes Geld die Stadtentwicklung erschwert, sagte Heinze. Heute sei zwar viel Geld über verschiedene Fördertöpfe (etwa für den Breitbandausbau) vorhanden, dafür fehlen nun die personellen Kapazitäten in der Verwaltung. Aktuell sind zwei Stellen bei den Stadtplanern nicht besetzt. Bewerbungsverfahren laufen.

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Peter Heinze plant daher, 15 der insgesamt 26 Einzelprojekte mit der höchsten Prioritätsstufe AA in das kommende Jahr zu verschieben. Darunter sind die Entwicklung eines Konzeptes für eine Nachfolgenutzung des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung an der Stuttgarter Straße, das im Jahr 2020 an den Bahnhof umziehen soll oder die Aufwertung des Theodor-Heuss-Platzes vor dem Rathaus. Die Politik wünscht sich von der Stadt ein Konzept, dass an der Stuttgarter Straße attraktiven Wohnraum schafft.

Der Schwerpunkt im Jahr 2018 bei der Stadtplanung gilt vor allem der Revitalisierung der Innenstadt mit ihren vielen Einzelprojekten. So ist die Erstellung eines Beleuchtungskonzeptes für die Alleestraße bereits in der Umsetzung. Das Planungsverfahren für den Umbau des Friedrich-Ebert-Platzes mitsamt neuer Wegebeziehungen in die Umgebung geht in die nächste Stufe.

Angegangen wird in diesem Jahr auch der Umbau verschiedener Straßen, die in die Allee einmünden oder sie queren, darunter die Scharffstraße oder die Fastenrathstraße. Der Stadt stehen für all diese Projekte Fördergelder zur Verfügung. Auch die wertvolle Arbeit der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Alleestraße will Heinze weiter begleiten. Diese Dinge müssen ineinandergreifen.

Die höchste Prioritätsstufe AA hat zudem die Schaffung dringend benötigter neuer Gewerbeflächen.

Die Politik reagierte mit Verständnis auf Peter Heinzes Vorschläge. "Die Liste ist schon gewaltig", sagte CDU-Sprecherin Rosemarie Stippekohl. Es sei der CDU bewusst, "dass das sehr schwierig werden wird". Ob die Stadt sich nicht Hilfe durch externe Planungsbüros einkaufen könne, fragte Thomas Kase (SPD). Das sei längst der Fall, antwortete Peter Heinze. "Die Stadt macht kein Projekt komplett alleine. Das läuft schon seit Jahren so." Der neue Baudezernent nahm den Politikern zugleich die Sorge, dass Fördergelder für Projekte am Honsberg, die nicht in der AA-Liste auftauchen, verfallen könnten. Diese Dinge habe man im Blick.

(hr)