Projekt: Selbstversorgung an der Sophie-Scholl-Schule

Projekt : Selbstversorgung an der Sophie-Scholl-Schule

Erdbeeren, Himbeeren oder Kräuter aus dem eigenen Garten schmecken einfach lecker. Die Fünft- und Sechstklässler der Sophie-Scholl-Gesamtschule können diese Leckereien der Natur in Zukunft selbst ernten - und zwar aus dem eigenen Hochbeet auf dem Schulhof. In einer großen Aktion packten etwa 60 Schüler gemeinsam an, um aus dem bisher noch recht tristen unteren Schulhof für die beiden Jahrgänge einen neuen Grün- und Gartenstreifen anzulegen.

Erdbeeren, Himbeeren oder Kräuter aus dem eigenen Garten schmecken einfach lecker. Die Fünft- und Sechstklässler der Sophie-Scholl-Gesamtschule können diese Leckereien der Natur in Zukunft selbst ernten - und zwar aus dem eigenen Hochbeet auf dem Schulhof. In einer großen Aktion packten etwa 60 Schüler gemeinsam an, um aus dem bisher noch recht tristen unteren Schulhof für die beiden Jahrgänge einen neuen Grün- und Gartenstreifen anzulegen.

Mit Tatendrang trugen sie die bemalten Holzrahmen und stapelten sie übereinander. Nachdem ihre Mitschüler den Kasten mit Folie ausgelegt hatten, stach Larissa (11) Löcher hinein, damit später das Wasser ablaufen kann. "Es ist toll, dass wir hier alle zusammen arbeiten", erklärte die Fünftklässlerin.

Für das Projekt musste Biologielehrer Peter Koch seine Schützlinge nicht besonders motivieren, die Kinder waren von alleine sofort mit Begeisterung dabei. Auch einige, die nicht offiziell zur Hilfe benannt worden waren, packten mit an, verteilten die Gittersteine, befüllten die aufgestellten Hochbeete mit Erde oder verteilten Sand, Mulch oder Kies.

"Wir wollen damit das Umweltbewusstsein und die Eigenverantwortlichkeit stärken", erklärt Koch, der zusammen mit seinen Kollegen Nils Dolezych und Adem Ünal das Projekt leitet. Die Materialien für den neuen Obst- und Kräutergarten wurden durch die Unterstützung der Bezirksvertretung Süd finanziert. 1500 Euro stellten die Politiker dafür zur Verfügung. "Man sieht, es kommt an", freute sich Bezirksbürgermeister Stefan Grote.

Immer zwei Klassen teilen sich ein Hochbeet. Darüber, was angepflanzt wird, stimmen die Schüler ab. Die Freunde Timo (11) und Paul (11) würden gerne Tomaten und Erdbeeren einsetzen. "Ich bin gerne in der Natur und freue mich, wenn etwas wächst", merkt Paul an, der bereits Erfahrung mit dem Pflanzenanbau gesammelt hat. Dass das nun auch an seiner Schule geht, findet er klasse. Charlotte (11) könnte sich auch vorstellen, Salat anzubauen. "Hauptsache, jeder kann davon etwas abhaben", ergänzte Maxim (11). Ihm macht das Pflanzen Spaß, auf dem Bauernhof seiner Oma hat er schon oft dabei geholfen.

Lea (11) freut sich vor allem darüber, dass auf dem Schulhof endlich etwas passiert und Farbe ins Spiel kommt. "Das war hier immer so leer. Es ist toll, dass unsere Schule schöner wird", betonte sie. Das Anlegen von Hochbeeten soll dabei aber nur der erste Schritt sein, wie Peter Koch erklärte. "Wir wollen den Schulhof in Zukunft als Lernraum weiterentwickeln", sagte er. Geplant sind zum Beispiel ein Bewegungsparcours sowie ein Freilufttheater. Doch noch fehlt die Finanzierung dafür. Einen Teil erhofft sich die Schule über das Sparda-Spendenvoting generieren zu können. ANNA MAZZALUPI

(RP)