Berufskolleg Technik: Schüler steuern Roboter mit dem Smartphone

Berufskolleg Technik : Schüler steuern Roboter mit dem Smartphone

Sie sind etwas größer als ein "Zauberwürfel", können aber eine Menge mehr. Im Berufskolleg Technik präsentierten die Schüler der Abschlussklasse der Informationstechnischen Assistenten ihre Abschlussprojekte zum Thema "Mobile Robotik": drei kleine Roboter der Marke Eigenbau.

Eine Woche lang hatten die 13 Schüler - aufgeteilt auf drei Gruppen - Zeit, um Platinen zu bestücken und zu löten und die kleinen Maschinen zu programmieren. Und in jedem Jahr werden die Aufgaben, die die Roboter zu bewältigen haben, variiert - schließlich entwickelt sich ja auch die Technik fortwährend weiter.

Im vergangenen Jahr sollten die Roboter in der Lage sein, einen Ball in ein kleines Tor zu befördern. Diesmal stand das Internet of Things (IOT) - das Internet der Dinge - im Vordergrund. Das Internet der Dinge bezeichnet die Verknüpfung zwischen physischen Objekten und dem Internet beziehungsweise internetähnlichen Strukturen. Bei dem IOT-Pilotprojekt des Berufskollegs sollten zunächst die Grundlagen geschaffen werden. Bisher konnten die Roboter nur mit der Fernbedienung gesteuert werden - jetzt geht es auch mit dem Smartphone."Die Website haben wir auch programmiert", sagt Marvin Kotucha. Das habe gut funktioniert, meint der 19-Jährige. "In der dreijährigen Ausbildung haben wir andauernd programmiert."

Eine viel größere Herausforderung, darin ist er sich mit Teammitglied Tobias Steinat (20) einig, sei die Koordinierung des kompletten Projekts in kurzer Zeit gewesen, die Platinen zusammenzubauen und präzise zu schweißen.

Mit dem Ergebnis sind die beiden Schüler sehr zufrieden. Ihr Roboter kann in der Form eines "L" fahren, einer Taschenlampe folgen oder sich von ihr weg bewegen und entlang einer vorgegebenen Linie fahren und dabei Hindernissen ausweichen.

Die Teile für die kleinen Wunderwerke der Technik, erklärt Lehrer Erik Kreiskott, waren nicht gerade preiswert. "Das lässt sich nur durch Preisgelder finanzieren, das wir in den vergangenen Jahren mit den Robotern gewonnen haben. Und je nachdem, wie wir bauen, müssen die Schüler auch ein wenig dazugeben."

(lmh)
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