Stadt Remscheid: Trinkwasser in Schulen ist ungefährlich

Stadt Remscheid widerspricht „Fridays for future“ : Stadt widerspricht „Fridays“: Trinkwasser ist ungefährlich

Das Remscheider Gesundheitsamt rät nicht davon ab, das Leitungswasser an den Schulen der Stadt zu trinken. Zu dieser „Richtigstellung“ sah sich am Donnerstag die Stadt Remscheid veranlasst.

Das Remscheider Gesundheitsamt rät nicht davon ab, das Leitungswasser an den Schulen der Stadt zu trinken. Zu dieser „Richtigstellung“ sah sich gestern Nachmittag die Stadt Remscheid veranlasst. Auslöser der Irritation war ein Bericht von zwei Mitgliedern der Remscheider Gruppe „Fridays for Future“ am Dienstagabend im Umweltausschuss.

Sprecher Francesco LoPinto hatte erklärt, dass die Gruppe an ihrer im Sommer formulierten Forderung, in allen Schulen Wasserspender zu installieren, an denen Schüler kostenfrei ihre Trinkflaschen füllen können, weiter festhalte. Dem Vorschlag der Stadt, für diesen Zweck doch die in den Schulen vorhandene Wasserhähne zu benutzen, könne man sich nicht anschließen, sagte Lo Pinto. Eine Nachfrage beim Gesundheitsamt habe nämlich ergeben, das dieses von der Nutzung der Wasserhähne abrate. Grund: Das Wasser stehe am Wochenende zu lange in der Leitung. Es bestehe das Risiko, dass sich Keime bilden.

Gefährliche Keime im so hoch gelobten Remscheider Trinkwasser? Eine Vorstellung, die schon während der Sitzung den Widerspruch der Ausschuss-Vorsitzenden Tanja Kreimendahl (CDU) herausforderte. Sie bat die Verwaltung um Klärung des sensiblen Themas.

Und die handelte schnell, nachdem die Tageszeitungen gestern über das Thema berichteten. „Trinkwasser ist das bestüberwachteste Lebensmittel, dessen Bereitstellung vielfältigen Regularien unterliegt“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. So sei „sichergestellt, dass Wasser, das aus den Leitungen in Gebäuden als Trinkwasser abgegeben wird (...) nicht der Gesundheit abträglich ist“.

Wie die „Fridays“ an die Fehlinformation gelangten, sei „unklar“, heißt es weiter. Sicher sei allerdings, dass die Quellenangabe der jungen Klimaschützer nicht stimmen könne. „Durch keinen Mitarbeiter des Gesundheitsamtes wurde so etwas jemals behauptet“, stellt die Stadt klar.