Remscheid: Stadt: Keine "Kita" in der Frantzen-Villa

Remscheid: Stadt: Keine "Kita" in der Frantzen-Villa

Die Stadt hat Abstand von den Überlegungen genommen, auf dem Gelände der seit vielen Jahren leerstehenden Frantzen-Villa an der Freiheitsstraße 110 eine Kindertagesstätte anzusiedeln. Das sagte der für das Thema zuständige Koordinator Werner Grimm in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid.

Die Ankündigung der Stadt, diesen Standort für eine Kita in den Blick nehmen zu wollen, hatte zu politischen Diskussionen geführt. Einzelne Ratsmitglieder sorgen sich um die Gesundheit der Kinder, weil an der vielbefahrene Freiheitsstraße die Feinstaubwerte sehr hoch sind. Das Gelände gehört der Stadt Remscheid

Zwar gehe die Stadt davon aus, dass sich die Werte in diesem Abschnitt der Straße "noch im Toleranzbereich befinden". Gleichwohl hätten sich inzwischen andere Möglichkeiten aufgetan, um die insgesamt drei neuen Einrichtungen mit insgesamt 13 Gruppen anzusiedeln, berichtete Grimm. Das Grundstück an der B 229 werde darum nur noch als "nachrangiger Standort" behandelt. Er gab sich optimistisch, die in Alt-Remscheid benötigten 255 Kindergarten-Plätze organisieren zu können.

Details zu den Standorten wollte Werner Grimm nicht verraten. So lange die Verträge nicht unterschrieben seien, sei das zu früh. So viel gab er preis. Ein Objekt soll in Hasten auf einem Grundstück entstehen, dass im Moment noch bebaut ist.

Aktuell sei viel Bewegung in dem Thema, berichtete Grimm. Das Verfahren sei offen. Die Stadt will die neuen Kitas nicht selber betreiben, sondern diese Aufgabe an freie Träger übergeben. Die brächten zum Teil ihre eigenen Investoren mit eigenen Grundstücke mit.

Bis zum Sommer 2018 muss die Stadt im gesamten Stadtgebiet 700 neue Plätze schaffen.

(hr)