Remscheid: Stadt informiert zum Allee-Test

Remscheid: Stadt informiert zum Allee-Test

Die unmittelbaren Anliegern und Interessierten erfahren in der kommenden Woche die Pläne zur testweisen Öffnung der unteren Alleestraße. Im Mai werden dem Rat die Ergebnisse der Anhörung präsentiert.

Wie genau plant die Stadt die probeweise Öffnung der unteren Alleestraße für den Fahrzeugverkehr? Darüber will de Verwaltung die unmittelbar betroffenen Anlieger der Allee und der angrenzenden Straßenzüge am 30. März in einer Bürgerversammlung informieren.

Die Versammlung ist eine formale Bedingung, welche die Bezirksregierung in Düsseldorf als Aufsichtsbehörde an die Genehmigung der Testphase gekoppelt hat. Sie drängt darauf, dass nicht nur der Wille der Geschäftsanlieger, sondern auch der Anwohner dokumentiert wird. Wie berichtet, hatten sich die Geschäftanlieger im Dezember 2009 mehrheitlich für den Test ausgesprochen. Er soll zeigen, ob der Handel an dieser Stelle belebt werden kann. Das Thema ist ein Dauerbrenner der Innenstadt-Diskussion. "Wir sind eine der ersten Kommunen in NRW, die so etwas macht", erklärte Stadtplaner Hans-Gerd Sonnenschein gestern vor der Presse das besondere Augenmerk der Aufsichtsbehörde.

Details der Planung

In der Bürgerversammlung will die Stadt die Details des Tests darstellen. Wo biegen die Autos ein auf die Allee, wo fließt der Verkehr ab? In welcher Richtung fahren die Autos (derzeit wird eine Bergauflösung favorisiert)? Wo sind die Parkplätze geplant?. Was passiert mit dem Kugelbrunnen? All diese Themen werden angesprochen. Außerdem will die Stadt an diesem Abend klar machen, "dass es keinen nahtlosen Übergang von der Testphase in eine Dauerlösung geben wird", sagte Andreas Meike vom Stadtmarketing. Das sei ein komplett neues Verfahren, das noch mal durch die Politik müsse.

Wichtiges Instrument für den Rat bei seiner Grundsatzentscheidung wird ein Gutachten sein, dass die Effekte der testweisen Öffnung untersuchen soll. Die Wirtschaftsjunioren haben für diese wissenschaftliche Begleitung bereits 3000 Euro gespendet. Auch der Einzelhandelsverband wolle sich engagieren, sagte Sonnenschein. Die Stadt darf hier wegen ihrer Haushaltssituation kein Geld investieren.

Ziel der Stadt ist, der Politik eine Zusammenfassung und Bewertung der Bürgerversammlung in der Mai-Sitzung des Rates zu präsentieren. "Dann können wir im Sommer mit dem Test beginnen", erklärte Sonnenschein den weiteren Zeitplan der Verwaltung. Ob die sechsmonatige Testphase vor oder nach den Sommerferien startet, ist noch nicht entschieden. Da die Ferien in diesem Jahr spät beginnen, spricht viel für einen Start vor den Ferien.

"In diesem Bereich muss etwas passieren", sprach sich Sonnenschein gestern grundsätzlich für belebende Aktivitäten an der unteren Allee aus.

(RP)