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Stadt: Die Kunstschule blüht am neuen Standort auf

Kultur in Remscheid : Stadt: Die Kunstschule blüht am neuen Standort auf

Der Umzug aus dem Keller der Böker-Villa in das Gebäude der früheren städtischen Galerie an der Scharffstraße im Herbst 2017 hat sich sehr positiv auf das Angebot und den Zuspruch der Musik- und Kunstschule (MKS) ausgewirkt.

Das berichtete Abteilungsleiter Wolf-Stefan Steinröhder am Dienstagabend im Kulturausschuss.

In den mit Fördergeldern des Landes aufwendig renovierten Räumen kann die Kunstschule deutlich mehr und vielfältigere Angebote machen als früher. Ein Beispiel dafür ist der neue Werkraum, in dem immer donnerstags Dozentin Gabriele Zimmerbeutel Jugendliche im Alter ab zwölf Jahren in die Kunst der Steinbildhauerei einführt. Jeder Teilnehmer kann hier sein Comic-Idol in Stein meißeln.

Steinröhder präsentierte den Kulturpolitikern das neue Kursprogramm, das bald auch in gedruckter Form vorliegen soll. Künftig wird an der Scharffstraße auch das Arbeiten mit dem Werkstoff Holz möglich sein. Wiederum finanziert mit Fördermitteln richtet die MKS eine Holzwerkstatt im Fachwerkgebäude gegenüber der Stadtbücherei ein.

Erstmals seit längerem kann die MKS wieder einen Mappenkurs anbieten. Dozentin Eva Zimmerbeutel hilft immer donnerstags angehenden Studenten der Fachrichtung Kunst & Design bei der Erstellung der Mappe, mit der sie sich um einen Studienplatz bewerben können. Aber auch anderweitig künstlerisch ambitionierte junge Menschen erlernen hier kreative Techniken.

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Die Kunstschule richtet sich aber nicht nur an junge Remscheider. Am Freitagvormittag bietet Teona Gogichaishvili, Leiterin des Fachbereichs Kunst, eine offene Kunstschule für geflüchtete und Remscheider Frauen an. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Kosten entstehen bei diesem Angebot nicht.

An Erwachsene im Alter ab 50 Jahren richtet sich an den Montagabenden der Kurs „Silberzwiebeln“ von Kim Preyer. Hier können sie sich in der Kunst des Improvisationstheaters ausprobieren.

Neu dazu gewonnen hat die MKS unter anderem Dozent Kai Schreiber. Der Physiker und Neurowissenschaftler ist Mitautor des „Lexikon des Unwissens“ und bietet in der MKS den Kurs „Künstliche Töne? Tonkunst!“ an. Hier geht es um den Einfluss des Synthesizers in der Popmusik. Die Teilnehmer bauen dabei auch selber ein Instrument.

Kontakt zur MKS: Tel. 0 171 / 21 67 155.