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Fußball: Zintner will raus aus dem Tabellenkeller

Fußball : Zintner will raus aus dem Tabellenkeller

Der Manager des FC Remscheid hofft im ersten Pflichtspiel des Jahres auf einen Punkt. Bei Gürdere gibt es Entwarnung.

Landesligist FC Remscheid hat am Sonntag bei den A-Junioren des 1. FC Köln einen Test mit 0:6 verloren und bekam klar die Grenzen aufgezeigt. Seit vier Monaten haben die Remscheider mittlerweile kein Pflichtspiel mehr absolviert, knapp drei Monate dauerte bisher die Vorbereitung. "Trotzdem konnten wir aufgrund der Witterungsbedingungen die gesamte Zeit nicht vernünftig trainieren", ärgert sich Mike Zintner: "So eine verkorkste Vorbereitungsphase habe ich noch nie erlebt."

Gegen Köln verletzten sich zudem die Stammkräfte Adis Babic (muskuläre Verletzung), Haris Babic (Knie) und Serkan Gürdere (Nasenbeinprellung). Zumindest der Verdacht auf Nasenbeinbruch bestätigte sich bei Gürdere nicht. "Er ist gegen Vohwinkel möglicherweise im Kader", sagt Zintner. Hinter dem Einsatz von Haris Babic steht dagegen noch ein Fragezeichen, dessen Bruder Adis fällt definitiv aus. FCR-Manager Zintner will den Kopf vor dem Spiel am Donnerstag gegen den FSV Vohwinkel trotz der schlechten Voraussetzungen nicht in den Sand stecken: "Ich glaube an die Mannschaft, die sich in den ersten Partien aus einem Loch kämpfen muss", sagt Zintner, der in Wuppertal mit einem Punkt zufrieden wäre: "Drei Zähler wären natürlich traumhaft."

Dass er allerdings nicht unbedingt auf einen Sieg seiner Mannschaft wetten würde, liegt an der fehlenden Fitness der Remscheider. In sämtlichen Testspielen stotterte der Motor gewaltig: "Alle haben einen Schritt weniger gemacht und sich auf den Nebenmann verlassen", kritisiert Zintner, der jedoch weiß, dass den Spielern einfach das Selbstvertrauen fehlt. Immerhin rangiert der FCR momentan mit nur 13 Punkten auf einem Abstiegsplatz, hat allerdings fünf Spiele weniger als der ASV Wuppertal auf dem Konto, der sich am vermeintlich sicheren Ufer befindet.

"Wir wollen das untere Tabellendrittel so schnell wie möglich verlassen", sagt Zintner und nimmt die Mannschaft in die Pflicht. "Es dürfte allerdings noch einige Spieltage dauern, bis wir auf einem guten Niveau spielen können", glaubt er. Partien, um sich einzuspielen, gibt es in den kommenden Wochen genug. "Allerdings sorgen die Nachholspiele dafür, dass wir weniger trainieren können", sagt Zintner und findet ein Haar in der Suppe. Dass das Team beim Vorletzten auf einem Ascheplatz antreten muss, schmeckt ihm auch nicht: "Auf Asche haben wir ewig nicht gespielt. Das könnte ein Problem sein."

(RP/rl)