Viermal "hervorragend"

Das "Rendezvous der Besten" ist ein noch junger Wettkampf, bei dem die Show in den Mittelpunkt rückt. Am Samstag qualifizierten sich vor rund 700 Zuschauern vier Teams für das Bundesfinale des DTB.

 Turmbau zu Neuenkamp: Die Rhönradgruppe des Lindendahlhausener TV begeisterte die rund 700 Zuschauer beim "Rendezvous der Besten" und qualifizierte sich fürs Bundesfinale in Aalen.

Turmbau zu Neuenkamp: Die Rhönradgruppe des Lindendahlhausener TV begeisterte die rund 700 Zuschauer beim "Rendezvous der Besten" und qualifizierte sich fürs Bundesfinale in Aalen.

Wenn "sehr gut" die schlechteste Bewertung ist, lässt sich erahnen, welche Qualitätsansprüche am Samstag beim "Rendezvous der Besten" in der Sporthalle Neuenkamp gestellt wurden. Entsprechend klein aber fein war das Teilnehmerfeld: Sieben Mannschaften hatten gemeldet, um sich für Bundesfinale des Deutschen Turnerbundes (DTB) in Aalen zu qualifizieren. Am Ende waren es sogar vier Teams, die von einer sechsköpfigen Jury das Prädikat "hervorragend" erhielten und somit nach Baden-Württemberg fahren dürfen.

Ausgefallenes Programm

Die ausgefallenste Inszenierung lieferte der Lindendahlhausener TV aus Bochum ab. Beim noch jungen, auf Show getrimmten Wettbewerb, bei dem vor allem Kreativität, Musikinterpretation und Konzeption gefragt sind, begeisterte die Rhönradgruppe um die Trainerinnen Anke Stilgenbauer und Agathe Ogrodowczyk die rund 700 Zuschauer mit einem Programm, das sie bereits bei Veranstaltungen im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas, der "Ruhr 2010", zeigte. Die Verbundenheit der Region mit dem Bergbau fand sich nicht nur optisch durch das Tragen von Grubenlampen wieder. Auch turnerisch wussten die jungen Damen zu überzeugen. Was nicht verwundert, denn die 30-köpfige Leistungsgruppe des Klubs turnt auf Landes- und Bundesebene, vergleichbar mit der Ersten und Zweiten Bundesliga im Fußball.

OB in der Jury

"Mir ist es noch nie so schwergefallen, ein Urteil zu fällen", bekannte Remscheids Oberbürgermeisterin Beate Wilding, die als Jury-Mitglied im Gegensatz zu allen anderen Wertungsrichtern "aus dem Bauch" entscheiden durfte. Das tat sie mit sichtbarem Vergnügen auch bei den anderen Gruppen. Einen ganz starken Eindruck hinterließ beispielsweise der TuS Jahn Mönchengladbach mit seinem ausgeklügelten Spinnen-Programm. Er durfte sich mit einer "Hervorragend"-Bewertung ebenso über das Ticket zum Bundesfinale freuen wie die Bochumer Rhönrad-Turner, das Show-Akrobatik-Team des Emmericher TV und "Schneewittchen und die sieben Zwerge", die im wahren Leben für den TSV Schloss Neuhaus aktiv sind.

(RP)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort