Fußball : Vereinsvertreter sind gefragt

Es sieht so aus, als bliebe alles so, wie es in den letzten 18 Jahren im Kreis Remscheid war. Tatsächlich? Oder steckt in der offenkundig gescheiterten Revolte doch ein Stück Götterdämmerung?

Klar ist: Henning Weber ist und bleibt als Kreisvorsitzender umstritten. Weil er polarisiert, seine Rolle als "Grande" interpretiert und Dinge gerne im Alleingang durchsetzt. Das stößt auf Widerspruch – allerdings meist nur hinter vorgehaltener Hand.

Klar ist aber auch: Es gibt am Mittwoch keine Alternative. Ob Günter Seitz eine gewesen wäre, ist noch nicht raus. Stimmen – selbst von erklärten Weber-Gegnern – mehrten sich, die äußerten: "Lieber Weber als Seitz."

Leidtragender in diesem Spannungsverhältnis, das dringend der Abhilfe bedarf, könnte der Fußball in seiner Gesamtheit sein. Wie verhalten sich die Schiedsrichter? Bleiben sie nach der gescheiterten Revolution trotzdem bei der Stange, gehen viele von derselben? Kann auf Kreisebene dann noch regulär gekickt werden? Viele Fragen, mit denen sich die Vereinsvertreter am Mittwoch auseinandersetzen müssen. Sie bestimmen beim Kreistag, wie es mit ihren Vereinen und dem Fußball weitergeht. Ihre Stimmen haben auch ohne Gegenkandidaten Gewicht. Werden sie sinnvoll eingesetzt, hätten die Chaos-Tage etwas Sinnvolles gehabt. HS

(RP)