Handball : TuS beim Überraschungsteam

Am Samstagabend gastiert Handball-Drittligist TuS Wermelskirchen beim Namensvetter in Spenge. Die Ostwestfalen ließen zuletzt aufhorchen, als sie beim Tabellenführer Aurich mit 36:26 gewannen.

Zum dritten Mal in der noch recht jungen Saison geht es für die Drittliga-Handballer des TuS Wermelskirchen nach Ostwestfalen. Die bisherige Bilanz ist ausgeglichen. Einer klaren Niederlage in Altenhagen-Heepen folgte ein deutlicher Erfolg in Nordhemmern. Am Samstag (19.15 Uhr) gastiert das Team um Spielertrainer Lars Hepp nun beim TuS Spenge und will seine Bilanz aufbessern.

Allerdings brachte der Namensvetter am vorigen Sonntag das Kunststück fertig, den OHV Aurich in dessen eigener Halle auseinanderzunehmen und mit zehn Treffern Differenz zu schlagen. "Das war das Ausrufezeichen der bisherigen Saison", war auch TuS-Spielertrainer Lars Hepp vom Spenger Coup überrascht.

Aktien im Internet steigen

Nicht nur beim TuS-Coach, der darin ein Zeichen für die Ausgeglichenheit der Liga sieht, hat dieses Ergebnis Eindruck hinterlassen. Auch bei der tippenden Internetgemeinde sind die Aktien der Ostwestfalen nach dem Sieg in Aurich sprunghaft gestiegen. Und das, obwohl Spenge mit 10:12 Zählern auf Rang zwölf in der Tabelle und somit auf einem Abstiegsplatz liegt. Nach Meinung der vermeintlichen "Experten" wird das Hepp-Team jedenfalls mit einer Niederlage im Gepäck die Heimreise ins Bergische antreten.

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"Es wird in jedem Fall ein schweres Spiel", glaubt Hepp nicht nur angesichts des Spenger Erfolgs in Aurich, der übrigens der erste Auswärtssieg der Mannschaft von Trainer Heiko Holtmann in der Fremde war. Die anderen Punkte holten die Ostwestfalen in eigener Halle, wobei unter anderem der Tabellendritte Leichlinger TV und die Reserve von GWD Minden (Tabellenvierter) bezwungen wurde. Zudem weiß Hepp aus der vorigen Saison, dass die Gastgeber gerne sehr rustikal zu Werke gehen. "Es ist deshalb wichtig, dass wir uns nicht den Schneid abkaufen lassen und dagegen halten", sieht der TuS-Coach ein Schlüssel zum Erfolg. Genauso wichtig ist es aber, eine konzentrierte, stabile Abwehr aufzubieten. Im vorigen Jahr hat das jedenfalls geklappt: In beiden Spielen behielten die Wermelskirchener die Oberhand.

Verzichten müssen die Bergischen in Spenge auf Stefan Bauerkamp, der nach seiner Muskelverletzung acht bis zehn Wochen aussetzen muss. Einen Hoffnungsschimmer gibt es dagegen bei Kim Neuenhofen, der sich beim abgebrochenen Spiel gegen HSE Hamm vor zwei Wochen eine leichte Fraktur des Knöchels zugezogen hatte. "Nach der ärztlichen Prognose ist ein Einsatz eventuell möglich", so Hepp.

(RP)