Handball TuS auf Aufstiegskurs

Die Wermelskirchener Regionalliga-Handballer gewinnen in eigener Halle gegen den Verfolger OSC Rheinhausen mit 26:22 und thronen damit weiterhin an der Spitze der Liga.

Nach dem Abpfiff riss TuS-Spielertrainer Lars Hepp die Hände in die Höhe und klatschte seine Schützlinge sichtlich zufrieden ab. Dann ließ sich das ganze Team von den Fans in der proppevolle Sporthalle Am Schwanen feiern. Zurecht, denn absolut verdient sicherte sich der TuS Wermelskirchen mit dem 26:22 (14:12)-Erfolg gegen den Tabellenzweiten OSC Rheinhausen nicht nur beide Punkte sondern auch die Tabellenführung mit einem Zähler Vorsprung auf die Duisburger.

"Die Jungs haben sich vor allem in der Abwehr total zerrissen und einen tollen Siegeswillen gezeigt. In solchen Momenten bin ich richtig stolz, Trainer dieser Mannschaft zu sein", gab Hepp nach den packenden 60 Spielminuten, die mit dem nunmehr zehnten TuS-Sieg in Folge endeten, sichtlich entspannt zu Protokoll.

Dabei war es mit während der Partie mit Entspannung für alle Verantwortlichen der Gastgeber nicht zum Besten bestellt. In den ersten 20 Minuten begegneten sich beide Teams in jeglicher Hinsicht auf Augenhöhe (8:8) und konnten sich – wie im gesamten Verlauf – auf ihre starken Deckungsreihen verlassen. Beide Kontrahenten hatten in dieser Phase ihre Protagonisten: Während beim OSC Rückraumschütze André Loschinski gleich fünf Treffer markierte, zeigte TuS-Keeper Ilja Fuchs seine ersten starken Paraden. Denen sollten bis zum Ende noch elf weitere, zum Teil spektakuläre folgen.

"Ilja hat heute fast alleine den Unterschied gemacht. Wir hatten eine schlechte Angriffsausbeute und der TuS hat daher verdient gewonnen", gab auch Rheinhausens Trainer Achim Schürmann unumwunden zu. Er musste dann mit ansehen, wie sich die Gastgeber bis zur Pause einen Zwei-Tore-Vorsprung herauswarfen und gleich nach dem Seitenwechsel nachlegten. Während der OSC vom Wiederanpfiff bis zur 37. Minute kein Tor gegen das Wermelskirchener Abwehrbollwerk erzielen konnte, zog das Hepp-Team auf 19:12 davon. Unter dem Beifall der Zuschauer wurde jetzt nach jedem gewonnenen Zweikampf und jedem Torerfolg die Faust geballt und der Jubel hinausgeschrien.

Doch wer dachte, jetzt würde der TuS-Express die Gäste "überrollen", sah sich kurze Zeit später getäuscht: Den Hausherren gelang nun fast 13 Minuten kein Torerfolg mehr und der OSC kam wieder in Schlagdistanz (17:20). Erst Kim Neuenhofen erlöste Mannschaft und Fans. Mit dem 21. Tor ließ er den Knoten platzen und machte den Weg endgültig frei für den so wichtigen Heimsieg im Spitzenspiel.

(RP)
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