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Handball: Tumulte beim Derby: HGR II unterliegt TuS

Handball : Tumulte beim Derby: HGR II unterliegt TuS

Handball-Bezirksliga: Sekunden vor dem Ende droht die ohnehin hitzige Partie zwischen den Kreisrivalen völlig aus dem Ruder zu laufen.

HG Remscheid II – TuS Wermelskirchen II 28:29 (13:14) – Die Gastgeber mussten im Kampf um den Aufstieg einen herben Dämpfer hinnehmen. Die rund 150 Zuschauer in der gut gefüllte Sporthalle Neuenkamp sahen zwar keinen handballerischen Leckerbissen, an Spannung war die Partie aber kaum zu überbieten. Kurz vor Schluss gab es sogar Tumulte. Nur mit Mühe konnten die Emotionen wieder in den Griff bekommen werden.

Während HGR-Trainer Markus Pütz mit Lukas Steinhoff, Jan Kachelmaier, Lukas Pütz und Philipp Hinkelmann gleich vier Spieler aus dem Oberligateam aufbot, hatte sein Gegenüber Carsten Kuhlwilm mit Niklas Sichelschmidt nur einen gelernten Rückraumspieler im Kader. Die erste Halbzeit gestaltete sich ausgeglichen und war durch viele technische Fehler und Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten geprägt. Nach dem Seitenwechsel erwischte der TuS den besseren Start und setzte sich durch eine offensivere Abwehrformation über 18:15 (38.) auf 27:22 (50.) ab. "Wir sind an unserer Fehlerquote und den Nerven gescheitert", sagte Pütz, dessen Team sich in der Schlussphase wieder herankämpfte und vier Sekunden vor dem Schlusspfiff durch einen Tempogegenstoß von Jan Kachelmaier die Chance zum Ausgleich hatte. Christian "Teddy" Ante stoppte den jungen HGR-Akteur allerdings mit einem rüden Foul, was die Emotionen, die während der gesamten Partie ohnehin schon köchelten, endgültig auf den Siedepunkt brachte: TuS-Torwart Dominik Bischzur, ausgerechnet ein ehemaliger Remscheider, kam aus seinem Tor gelaufen, schubste den Remscheider, was sofort zu Tumulten führte. Zuschauer, Trainer, Hallenwart und HGR-Ordner Roland Halfmann beruhigten die Situation. Den anschließenden Siebenmeter verwarf Philipp Hinkelmann. Die notwendige Rote Karte für Ante zeigten die in vielen Situationen auf beiden Seiten überfordert scheinenden Unparteiischen Stammer/Wortmann aber nicht. Wenigstens TuS-Trainer Carsten Kuhlwilm war zufrieden: "Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen."

HGR-Tore: Saalmann (8/2), Hinkelmann, Pütz (je 5), Halfmann (3), Kachelmaier, Baier (je 2), Steinhoff, Hufschmidt, Heppner (je 1). TuS-Tore: Ante (7/2), Maschek (6/2), Sichelschmidt (7/2), Engel, Hill (je 3), Benscheid (2).

Bergische Panther III – SV Wipperfürth 20:33 (6:14) – Das Derby war die erwartet klare Angelegenheit für die Gäste. Der SVW ließ nie einen Zweifel am Spielausgang aufkommen, bestimmte das Geschehen nach Belieben und gewann hochverdient. Trotz der Reduzierung der Absteiger durch den HCW-Rückzug (wir berichteten) war Panther-Trainer Christian Schmitz frustriert: "Leider konnte meine Mannschaft zu keinem Zeitpunkt an einer Überraschung schnuppern." Insbesondere im Angriff fanden die Gastgeber nur selten Lösungen, produzierte viele Fehler und kassierten entsprechend leichte Gegenstoßtore.

Panther-Tore: Widdig (6), Jakob (5), Bösenberg, Opitz, Busch (je 2), Hallmann, Mauritz, Glasow (je 1).

ATV Hückeswagen II – HSG WMTV/TSG Solingen 27:20 (13:13) – "Damit ist der Klassenerhalt so gut wie sicher", freute sich ATV-Trainer Peter Borisch nach dem verdienten Sieg. Entscheidend dafür war die "tiefere Bank" (Borisch). Will sagen: Während bei den Gästen in einer bis dahin ausgeglichen Partie in der letzten Viertelstunde die Kräfte erlahmten, hatten die Hausherren auch personell mehr zuzusetzen. Ein Sonderlob kassierte ATV-Keeper Thomas Scheid, der unter anderem drei Siebenmeter parierte. Borisch in Anlehnung ans "Final Four" in Hamburg: "Der hat den Kasten vernagelt wie Matthias Andersson für Flensburg gegen Hamburg."

ATV-Tore: Friedrich (10/3), Scheider (4), Botsch (3), Felgenhauer, J. Antrecht, Brüning (je 2), M. Antrecht, Frischmuth, Priedigkeit, Dietrich (je 1).

SG Monheim – Lüttringhausener TV 25:33 (10:17) – Durch den klaren Sieg ist der LTV seinem Saisonziel ein weiteres Stück näher gerückt. "Wir wollen am Ende ein ausgeglichenes Punktekonto haben. Dafür müssen wir noch das ein oder andere Spiel gewinnen", sagte Trainer Jens Doleys, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft beim Tabellenschlusslicht sehr zufrieden war.

LTV-Tore: Biesenroth (5/1), Schoewer, Röder (je 4), Budde (4/1), Bartel, Streit (je 3), Müller, Nicke, Ranke, Imielski, Schmidt (je 2).

(RP)