Fußball: SV 09/35 erteilt Nattermann Hausverbot

Fußball : SV 09/35 erteilt Nattermann Hausverbot

Der SV 09/35 Wermelskirchen hat Peter Nattermann ein Hausverbot erteilt. Damit darf der Sportliche Leiter des Fußball-Bezirksligisten FC Remscheid bei Spielen des SV 09/35 weder das Eifgen-Stadion noch das dazugehörige Vereinsheim betreten, ohne Hausfriedensbruch zu begehen. Der SV-Vorsitzende Thomas Müller und Geschäftführerin Kirsten Buchner unterzeichneten das Schreiben des Vereins an Nattermann (), das der BM als Kopie vorliegt. Sie hatten sich zuvor den Rat eines Rechtsanwalts eingeholt. Vorausgegangen war eine öffentlich einsehbare Attacke von Nattermann über den Facebook-Account von Edgar Müller (SV-Ältestenrat). Darin hatte Nattermann Thomas Müller unter anderem als "ahnungslos" und "Möchtegern-Großkotz" bezeichnet (die BM berichtete).

Im Gespräch mit unserer Zeitung zuckte Thomas Müller die Schultern: "Ich weiß überhaupt nicht, was die Beleidigungen ausgelöst hat. Ich kann mir das nicht erklären. Meines Wissens hat Edgar Müller lediglich via Facebook Peter Nattermann zum Geburtstag gratuliert." Allerdings würden solche Äußerungen in der Öffentlichkeit den Vereinsfrieden stören. "Obendrein möchte ich nicht, dass meine Kinder in der Schule auf solche Querelen angesprochen werden. Genauso wenig will ich, dass derartige Dinge in meiner Kundschaft vielleicht falsch verstanden werden - ich habe schließlich eine Firma. Das ist überhaupt nicht lustig", betonte Müller.

Noch im Frühjahr wollte Peter Nattermann, der nach Angaben von Andreas Gall, dem Vorsitzenden des Vereins, auch beim Dabringhausener TV Hausverbot hat, mit Mitstreitern in der "Initiative 09" beim SV 09/35 einsteigen. Der Versuch scheiterte indes, weil die Initiative weder beim Vorstand noch bei den Mitgliedern auf offene Ohren stieß. Seit Ende Juni ist Nattermann Sportlicher Leiter beim FC Remscheid.

(sng)
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