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Motorsport: Steinhaus fährt am Nürburgring auf den zweiten Rang

Motorsport : Steinhaus fährt am Nürburgring auf den zweiten Rang

Langstreckenmeisterschaft: Wermelskirchener profitiert von einem Ausfall. Müllenmeister fehlt krank, Stursberg gibt das Rennen auf.

Mit einem sehr guten zweiten Klassenplatz für Niklas Steinhaus endete das sechste Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Das Team race&event kehrte mit einem sechsten Rang ebenfalls in die Erfolgsspur zurück. Pech hatten dagegen Mike Stursberg und Nicole Müllenmeister beim einzigen Sechs-Stunden-Rennen des Jahres.

"Platz zwei ist mehr, als wir eigentlich aus eigener Kraft erreichen können", sagte Steinhaus nach dem Rennen: "Wenn die beiden Top-Autos aus unserer Klasse problemlos durchkommen, können wir normalerweise bestenfalls Dritter werden. Einer der beiden Wagen fiel aus, bei uns lief fast alles glatt."

Dabei fing das Rennen für den Wermelskirchener und seine Teamkollegen Christian Konnerth (Winnenden) und Andreas Schettler (Baden-Baden) nicht gut an: Das Volumen des Zusatztanks konnte nicht genutzt werden, der BMW Z4 stand öfter an der Box als geplant. Mit den einsetzenden Regenschauern wendete sich das Blatt. "Wir mussten dann ja ohnehin viel häufiger die Räder wechseln, da fiel das Problem mit dem Tank nicht mehr ins Gewicht", sagte Steinhaus. Das Trio musste sich bei den Serienwagen bis 3000 ccm schließlich nur um 4:11 Minuten dem siegreichen BMW M3 geschlagen geben. Der Drittplatzierte lag über drei Minuten zurück.

Die Pechsträhne der Radevormwalder Mannschaft race&event hatte endlich ein Ende: Heinz Schmersal, Thomas Schmid und Patrik Kaiser lenkten den Porsche 911 GT3 auf Platz sechs (von 19) bei den Specials bis 4000 ccm und auf den 30. Gesamtrang (von 198). Eine Schrecksekunde gab es nur eine Viertelstunde vor Schluss, als Kaiser mit einem Reifenschaden hinten links an die Box rollte.

Aus Wermelskirchen fieberte die erkrankte Nicole Müllenmeister mit. Zunächst half das Daumendrücken, denn Partner Ben Harper und Ersatzmann Christian Schmitz lagen im vorderen Drittel in der mit 20 Fahrzeugen stark besetzten Opel Astra Cup-Klasse. Nach rund eineinhalb Stunden beendete dann ein Getriebeschaden das Rennen.

Gefrustet war Mike Stursberg. Nach eineinhalb Stunden nahm das Haribo Racing Team den Porsche GT3-R aus dem Rennen, der zwischenzeitlich auf dem fünften Gesamtrang lag. "Wir haben bemängelt, dass die Zapfsäule an unserer Box defekt ist und zu langsam fördert", erklärte der Wermelskirchener: "Der Veranstalter war nicht in der Lage, das Problem zu beheben. Beim ersten Stopp haben wir deswegen 54 Sekunden verloren. Das wäre so weitergegangen, die Chance auf eine vordere Platzierung war futsch. Da haben wir aufgegeben."

(RP)