Schwimmen Silber und Bronze für Christoph Fildebrandt

Remscheid · Bei der Deutschen Meisterschaft der Schwimmer schneidet auch die Remscheiderin Desirée Mahle trotz geringem Trainingspensum gut ab.

Mit zufriedenen Gesichtern und guten Ergebnissen kehrten die Schwimmer aus der Region von der 125. Deutschen Meisterschaft in Berlin zurück. Wie am Samstag bereits berichtet, sicherten sich die Ex-Remscheider Christoph Fildebrandt und Nils Rötgers bereits am Freitag mit der 4x100m-Staffel der SG Bayer Wuppertal/Uerdingen/Dormagen den zweiten Platz. Über 50m Freistil schwamm Fildebrandt gestern in 22,66 Sekunden auf Rang drei und nur hauchdünn (vier Hundertstel) an Silber vorbei. Über die 100m Freistil verpasste Fildebrandt am Samstag in 49,59 Sekunden eine weitere Bronzemedaille lediglich um zwei Zehntel.

"Unterm Strich geht das in Ordnung", ordnete Fildebrandt seine Ergebnisse ein: "In einer Saison, die im Zeichen der Polizeiausbildung steht und bei der seit Mitte Januar insgesamt sieben Wochen krankheitsbedingte Ausfälle hinzukamen, ist gerade die Zeit über 100m Freistil sehr vernünftig." Ob sie zur Nominierung für die 4x100m-Staffel bei der Weltmeisterschaft (19. Juli bis 4. August in Barcelona) reicht, wird sich laut Fildebrandt Anfang der Woche herausstellen.

Zudem schwamm Fildebrandt auch noch über 200m Freistil ins A-Finale. Nach Platz sechs in den Vorläufen (1:51,15 Minuten) verzichtete er dann aber auf die Teilnahme am Endlauf.

"Super zufrieden" war Desirée Mahle von der SG Remscheid, die gestern Mittag mit ihrem Freund aus Berlin zurück ins Bergische kam. Nachdem sie am Freitag – wie berichtet – über 50m Brust in 33,37 Sekunden ihre Bestzeit nach ihrem Comeback zwar knapp verpasst hatte, aber trotzdem ins B-Finale schwamm und insgesamt 15. wurde, legte sie am Samstag noch eine Schippe drauf: Über 100m Brust hatte sich die 28-Jährige eigentlich gar nicht viel ausgerechnet, schwamm aber "sensationell schnell" (Mahle), schlug in 1:12,75 Sekunden an und belegte im B-Finale Platz drei (15. in der Gesamtwertung). Zum Vergleich: Ihre Bestzeit, als sie sich noch mit Haut und Haaren dem Leistungssport verschrieben hatte, liegt bei 1:10,18 Minuten. "Dafür, dass ich heutzutage nur so wenig trainiere und in diesem Jahr auch schon viermal krankheitsbedingt pausieren musste, ist das einfach unglaublich", freute sich Mahle.

Für die Remscheiderin, die sich noch nicht festlegen will, ob sie nun das DM-Kapitel endgültig zu den Akten legt ("das lasse ich ganz locker auf mich zukommen, bis es soweit ist"), gab's neben den Wettkämpfen auch ein Wiedersehen mit einigen alten Weggefährten: "Die einen schwimmen noch, andere sind inzwischen schon Trainer oder Funktionäre geworden." Das Gros der Konkurrentinnen war ihr aber unbekannt: "Das sind alles junge Hühner."

(RP)
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