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Leichtathletik: Sag niemals nie zum "Hunderter"

Leichtathletik : Sag niemals nie zum "Hunderter"

Vor vier Jahren hieß es noch, der 100-Kilometer-Lauf sei eine einmalige Sache. Im kommenden Jahr kommt es zur Neuauflage.

Jeder Röntgenlauf hat seine Besonderheiten. So war es auch bei der 14. Auflage des Laufspektakels, das am vorigen Sonntag über die Bühne ging. "Es war auffallend ruhig und stressfreier als sonst", fand Bernd Fiedler, der sich auf Abschiedstour begab. Denn für den Mit-Organisator war es der letzte Röntgenlauf - allerdings nur in seiner Funktion als Sportamtsleiter. Denn, so betont Fiedler: "Der Röntgenlauf lässt mich nicht los und ich lasse den Röntgenlauf nicht los."

Knapp 3700 Starter, beste äußerliche Bedingungen, zufriedene große und kleine Sportler, eine reibungslose Organisation und viele Zuschauer an der Strecke - das waren die Zutaten für eine rundum gelungene Veranstaltung, die auch in diesem Jahr mit Neuerungen aufwartete. Beispielsweise mit veränderten Streckenführungen oder einem speziellen Programm für Kinder in Hackenberg. "Alles wurde sehr gut angenommen", freute sich Fiedler.

Lange wird er sich nicht mehr mit 14. Auflage beschäftigen können. "Es steht die nächste Aufgabe an", weiß der Mit-Organisator und blickt schon auf den 15. Röntgenlauf. Zentrales Thema in den Planungen wird der 100-Kilometer-Lauf sein. "Wir sind von vielen Seiten angesprochen worden, ob wir nicht noch einmal so einen Lauf organisieren wollen", sagt Fiedler, nachdem 2010 der "Hunderter" erstmals über die Bühne ging. Vor vier Jahren war Fiedler allerdings noch davon überzeugt, dass ein 100-Kilometer-Rennen beim Röntgenlauf eine einmalige Sache bleiben werde. "Eine Neuauflage kann ich mir durchaus vorstellen - zum 25. Röntgenlauf-Jubiläum", sagte Fiedler damals. Nun wird die Neuauflage eben um zehn Jahre vorgezogen.

"Wir müssen jetzt die Strecke definieren", erklärt der Mit-Organisator, der sich schon erste Gedanken gemacht hat. "Die Strecke wird etwas anders sein als vor vier Jahren", lässt Fiedler bereits durchblicken. Auch organisatorisch werde sich etwas ändern, so dass mehr Teilnehmer mitmachen können. 2010 war die Zahl auf 180 Läufer begrenzt, im kommenden Jahr werde es möglich sein, auch 250 Teilnehmer starten zu lassen. Anfang des kommenden Jahres soll nicht nur die Strecke für den 100-Kilometer-Lauf definiert sein, sondern auch bereits die Möglichkeit bestehen, sich im Internet dafür anzumelden.

Gerne hätte er sich in seiner Eigenschaft als Leiter des Sportamts am Sonntag läuferisch von den Vereinen an den 14 Verpflegungsständen auf der 63,3 Kilometer langen Ultra-Marathonstrecke verabschiedet. Doch eine Gürtelrose machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Dennoch war auf der Strecke unterwegs, besuchte so viele Stände wie möglich und feuerte zwischendurch seine Tochter Malyn an, die einen Marathon lief und dabei schneller als erwartet unterwegs war. "Sie war schon nach 4.47 Stunden im Ziel", sagte Fiedler nicht ohne Stolz.

(RP)