Handball: Rücktritt von Peter Schütte

Handball: Rücktritt von Peter Schütte

Altenhagen/Heepen – Bergische Panther – Vor der Auswärtspartie beim Topteam aus Westfalen (Samstag, 19 Uhr) gerät beim Gast das Sportliche in den Hintergrund. Denn hinter den Kulissen brodelt es gewaltig. Ein Grund ist die Forderung eines Teiles des Panther-Vorstandes, die derzeit auf einem Abstiegsplatz stehende Verbandsliga-Reserve mit Spielern aus dem ohnehin schmalen Regionalliga-Kader zu verstärken.

Schon in Altenhagen sollen demnach Keeper Matthias Aumann, Tim Menzlaff, Sebastian Ament und Robert vom Stein aussetzen, um nach einer weiteren Pause gegen Uerdingen für die "Zweite" spielberechtigt zu sein. Hinter diesem Ansinnen steht eine Fraktion um den ehemaligen Burscheider Abteilungsleiter Arne Stockhecke, der in dieser Saison nach Differenzen mit Trainer Norbert Bothe von seinem Posten als 2. Vorsitzender zurücktrat. Ihn unterstützen die ehemaligen Hilgener Verantwortlichen Udo Birkenbeul und Frank Jörgens.

Auf der anderen Seite stehen die eigentlich für die erste Mannschaft zuständigen Peter Schütte und Hans-Jürgen Middendorf. Schütte selbst zog nach einer mehrstündigen Aussprache am Dienstag bereits die Konsequenzen und trat gestern offiziell von seinem Amt zurück: "Ich habe eine andere Auffassung und bin überrascht von der Entwicklung. Vor vier Wochen wurde ich noch von Udo Birkenbeul mit den personellen Planungen für die neue Saison beauftragt. Jetzt wurde dies zurückgenommen und von Birkenbeul und Frank Jörgens übernommen. Damit besteht für mich keine Basis mehr für eine weitere Zusammenarbeit."

Wie es bei den Panthern weitergeht ist offen. Denn die Regionalliga-Mannschaft beschloss in einer internen Sitzung nach dem Nachholspiel in Lemgo, die Saison mit dem aktuellen Kader zu beenden.

Auf tönernen Füßen stehen auch die von Schütte bisher auf den Weg gebrachten Personalentscheidungen: Bleibt Rainer Hantusch Spielertrainer? Wird er durch einen Sportdirektor Kai Müller ergänzt – oder gar ersetzt? Kommt Keeper Max Hamers? "Das ist jetzt nicht mehr mein Bier, das sollen die Leute klären, die sich den Hut aufgesetzt haben", sagt Schütte.

(RP)