1. NRW
  2. Städte
  3. Remscheid
  4. Bergischer Sport

Handball: Rudelbildung, aber keine Punkte

Handball : Rudelbildung, aber keine Punkte

Handball-Verbandsliga: HSG unterliegt in Lintorf unglücklich mit 25:26.

Die Lage bleibt prekär: Nach der knappen 25:26 (16:11)-Niederlage beim TuS Lintorf schwebt die HSG Radevormwald/Herbeck weiterhin in Abstiegsgefahr. Der Vorsprung vor dem Abstiegsplatz, den noch der TV Ratingen innehat, beträgt weiter nur einen Punkt.

In Lintorf lief im ersten Durchgang für die Bergstädter noch alles nach Wunsch. Schon nach zehn Minuten hatte sich das von Carsten Urspruch betreute Team (er vertrat Kurzurlauber Markus Eigenbrod) einen 6:3-Vorsprung erarbeitet. Der wurde danach auf 10:5 ausgebaut (20.) und bis zur Pause verteidigt. "Unsere Führung ist im zweiten Durchgang dann aber zu schnell geschmolzen", erkannte Urspruch schließlich den Hauptgrund für die knappe Niederlage.

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel verkürzten die Gastgeber auf 13:16 (33.), nutzten eine doppelte Überzahl (Björn Frank und Sören Mebus saßen Zeitstrafen ab) zum 18:19-Anschlusstreffer (41.), glichen beim 20:20 (49.) erstmals aus und erzielten drei Minuten später beim 23:22 die erste Führung. Doch die Bergstädter, die in Torhüter Robin Eigenbrod (stand nach seiner Fingerverletzung erstmals wieder im Verbandsliga-Team zwischen den Pfosten) einen starken Rückhalt hatten, stemmten sich mit viel Kampf und Einsatz gegen die drohende Niederlage und begegneten den technisch und handballerisch überlegenen Gastgebern auf Augenhöhe.

Dramatisch verlief die Schlussphase. Lintorf führte mit 25:24, als zunächst Julius Ante mit einem Strafwurf an TuS-Keeper Nijaz Boskailo (früher unter anderem WTV und HG Remscheid) scheiterte und Daniel Blum schließlich eine Zeitstrafe erhielt (58.). Doch 30 Sekunden vor der Schlusssirene traf HSG-Kreisläufer Tobias Weber zum 25:25 und ließ seine Mannschaft vom Punktgewinn träumen. Im letzten Angriff spielten die Gastgeber ihre Überzahl allerdings gnadenlos aus und kamen 17 Sekunden vor dem Ende noch zum Siegtreffer. Unmittelbar nach dem Abpfiff kochten die Emotionen hoch. Es kam zur Rudelbildung und zu Schubsereien. Gut möglich, dass dies für Yannick Koch eine Sperre zur Folge hat. "Das muss der Verband entscheiden", sagten die beiden Unparteiischen, die im Spielbericht die Szene festhielten.

HSG-Tore: Pake (5), Weber, Mebus (je 4), Blum, Kirschsieper, Frank (je 3), Koch (2), Ante 1/1).

(RP)