Handball Pass an die Wand nageln

TuS-Torhüter Ilja Fuchs, dem Spieler des TagesBothe sauer auf die Schiedsrichter

Sogar Rheinhausens Trainer Achim Schürmann sprach ihm nach dem Spitzenspiel ein Sonderlob aus: TuS-Torhüter Ilja Fuchs war der Spieler des Tages. Nach den 60 Minuten stand der 39-Jährige, der zum Saisonende seine aktive Karriere beendet, Rede und Antwort.

Herr Fuchs, Glückwunsch zum Sieg im Topspiel. Wo ordnen Sie das Spiel auch im Hinblick auf ihr nahendes Karriereende ein?

Fuchs Das war noch mal ein richtiges Highlight für mich. Die Halle war voll, die Stimmung super. Die Mannschaft hat in der Deckung toll gearbeitet und ich konnte auch ein wenig helfen. Am Ende sprang auch noch ein Sieg gegen einen direkten Konkurrenten heraus. Was will man mehr?

Wie ordnen Sie den Erfolg über den OSC für den weiteren Saisonverlauf ein?

Fuchs Das war ein unheimlich wichtiger Erfolg für uns. Allerdings dürfen wir jetzt nicht nachlassen. Wir haben noch einige schwere Spiele vor der Brust und haben noch nichts erreicht. Wir müssen konzentriert weitermachen, und wenn es am Ende für ganz oben reicht, muss der Verein sehen, was er will. Ich denke, von der Mannschaft her haben wir schon jetzt ein riesiges Potenzial, das vielleicht auch für höhere Aufgaben ein gutes Fundament sein könnte.

Ist Ihr Rücktritt nach dem letzten Spieltag unumstößlich – egal, wie die Saison ausgeht?

Fuchs Ja, auf jeden Fall.

Wird dann der Handball ganz aus Ihrem Leben verschwinden oder bleiben Sie dem TuS erhalten?

Fuchs (schmunzelt) Nach dem letzten Spiel nehme ich meinen Spielerpass mit nach Hause und nagel ihn an die Wand. Ich werde dann in Sachen Handball gar nichts mehr machen. Ich habe mir jetzt so lange Bälle um die Ohren werfen lassen, damit muss irgendwann auch mal Schluss sein.

Das Gespräch führte BM-Mitarbeiter Stefan Blamov.

Regionalliga: SG Schalksmühle-Halver – Bergische Panther 36:32 (13:17) – Mit einer unglücklichen Auswärtsniederlage starteten die Gäste beim Mitaufsteiger ins neue Jahr. Panther-Trainer Norbert Bothe sah dabei das Schiedsrichter-Gespann Dauben/Rohmer als Hauptschuldige an und konnte sich auch lange nach dem Schlusspfiff nicht beruhigen: "Ich sage eigentlich nie etwas über die Schiedsrichter, aber heute haben sie uns um den Sieg gebracht." Vor allem die eklatanten Unterschiede bei Zeitstrafen und Strafwürfen brachte ihn auf die Palme. "Wofür wir mitunter Zeitstrafen bekommen haben und Schalksmühle Siebenmeter, war ein Witz."

Vor rund 400 Zuschauer sahen die Panther lange wie der Sieger aus. "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf mache. Im Gegenteil: Das war unsere beste Saisonleistung.", lobte Bothe die engagierte Vorstellung. Gestützt auf eine aggressive 6:0-Deckung und den guten Keeper Roland Mainka kam der Gast zu einigen leichten Kontertoren. Und auch im Positionsangriff ließen sich die Panther nicht aus dem Rhythmus bringen und spielten gelassen ihren Streifen runter. Selbst den Schock des verletzungsbedingten Ausfalls von Führungsspieler Rainer Hantusch (15.), der danach nur noch sporadisch zum Einsatz kam, steckte das Team weg.

Über 5:2 (7.), 8:4 (12.) und 15:10 (25.) führten die Panther bis zur Pause souverän. Doch ab dem 21:16 (38.) setzte eine wahre Zeitstrafen-Flut gegen die Gäste ein. Knapp zehn Minuten standen die Panther in Unterzahl auf dem Parkett. Das nutzten die Hausherren, die das Spiel drehten und beim 24:24 (45.) wieder auf Augenhöhe waren. Ab da hatte Schalksmühle bis zum 33:32 (55.) immer leicht die Nase vorne, ehe das Endergebnis schließlich doch noch deutlich ausfiel.

Panther: Mainka, Aumann (42. bis 50.) – Menzlaff (7), Hantusch (5), Heubel (5/2), Ferber, vom Stein (je 4),Neukirchen (3), Ament, De la Fuente (je 2); Liebsch, Hasenwinkel (beide n. e.).

(RP)
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