Leichtathletik: LTV-Ultrastaffel knackt die alte Bestmarke

Leichtathletik : LTV-Ultrastaffel knackt die alte Bestmarke

Im Ziel des Ultra-Marathons bot sich dem Zuschauer ein altbekanntes Bild. Lange vor allen anderen passierte Sascha Velten den Zielbogen. Diesmal jedoch nicht als Einzelstarter, sondern als Schlussläufer der "LTV-Runners"-Ultra-Staffel, die in 3.55 Stunden neuen Streckenrekord lief.

Bei den Einzelwettbewerben belegten diesmal auswärtige Läufer die Podestplätze, darunter auch Winfried Huber aus Bad Tölz, der den Remscheidern nach seinem Doppelsieg 2008 noch in guter Erinnerung ist. Erfolgreichste Läufer aus der Region waren Uwe Emde vom SV 09/35 Wermelskirchen auf Rang 26 und Bärbel Meinardus-Logemann vom Röntgensportclub, die Zwölfte der Frauenwertung wurde.

"Staffel laufen schmerzt mehr als den ganzen Ultra alleine zu bewältigen", stöhnte Velten im Ziel und gestand, derzeit nicht 100 Prozent in Form zu sein. Velten und seine Staffelkameraden Daniel Schmidt und Michael Schmitz hatten vor dem Rennen klar ihr Ziel definiert: den seit 2003 gültigen Streckenrekord der Staffel des TuS Deutz zu unterbieten. "Der Sieg alleine war uns nicht so wichtig", sagte Velten.

Den Grundstein für den Erfolg der LTV-Runners legte Startläufer Daniel Schmidt, der nach den ersten 21,1 Kilometern und 1.09 Stunden den Chip an Michael Schmitz übergab. Der blieb zwar etwas hinter den Erwartungen zurück, was am Ende aber ohne Bedeutung blieb.

Die Einzelwertung gewann Uwe Mende (Laufteam Sundermann) in 4.49 Stunden und ließ damit den Streckenrekord von Velten unangetastet. Zweiter wurde Jörn Hesse (Delligser SC) in 4.50 Stunden. Den dritten Platz belegte Winfried Huber (SC Bad Tölz), der vor zwei Jahren das Marathon-Rennen gewann, weiter lief und auch noch Sieger über die Ultra-Distanz wurde. Zum Leidwesen von Sascha Velten, der sich damals mit dem zweiten Platz begnügen musste.

Huber zeigte sich einmal mehr vom Röntgenlauf begeistert: "Es ist so schön hier. Die Strecke ist abwechslungsreich, die Menschen sind freundlich. Es macht einfach Spaß." Dabei war Huber erst vor sieben Wochen an der Leiste operiert worden, nachdem er ein Jahr lang mit Schmerzen gelaufen war: "Wenn ich weiterhin schmerzfrei bin und gut trainieren kann, komme ich im nächsten Jahr wieder."

Bei den Frauen gewann Simone Durry (LT Rennhamster) in 6.09 Stunden vor Gabriele Gregor (Solinger LC), die 6.19 Sunden benötigte. Dritte wurde Cornelia Heinze aus Schenefeld in 6.22 Stunden. Andrea Wildschütz (TV Frisch Auf Lennep) belegte in 7.52 Stunden den 20. Rang. Insgesamt erreichten 257 Ultra-Läufer das Ziel.

(RP)