Leichtathletik

Grüner Schuss. Ausgerechnet David Schichel, der mit einem Parteibuch der Grünen ausgestattete Bürgermeister Remscheids, hatte die Waffe in der Hand. In Vertretung der erkrankten Oberbürgermeisterin Beate Wilding gab er am Sonntagmorgen den Startschuss für den Röntgenlauf. Schichel: "Das ist aber auch die einzige Gelegenheit, bei der ich eine Pistole in die Hand nehme."

Grüner Schuss. Ausgerechnet David Schichel, der mit einem Parteibuch der Grünen ausgestattete Bürgermeister Remscheids, hatte die Waffe in der Hand. In Vertretung der erkrankten Oberbürgermeisterin Beate Wilding gab er am Sonntagmorgen den Startschuss für den Röntgenlauf. Schichel: "Das ist aber auch die einzige Gelegenheit, bei der ich eine Pistole in die Hand nehme."

Dauergäste. Sie gehören zum Inventar, obwohl sie aus Lübeck kommen: Christa Preuß und Thorsten Mehlfeld waren bei allen 13. Röntgenläufen am Start. Preuß zwölfmal im Ultra und einmal über 100 Kilometer, Mehlfeld bei Marathon und Ultra. Was beide an der Veranstaltung fasziniert? "Die schöne Landschaft und die tolle Atmosphäre." Und ihr Sohn Dennis, der gestern beim Ultra 15.wurde.

Keine Röntgenknacker. Ziemlich traurig blickte Wilfried Egerland von den Lenneper "Röntgenlüöpern" gestern Morgen drein. Denn auf die legendären "Röntgenknacker" musste die Veranstaltung verzichten. Die Oldie-Staffel wurde gesprengt, weil Egerland nach einer Augen-OP Startverbot erhielt und seine Mitstreiter Helmuth Kubat und Roland Maier verletzt waren.

Premierenwunsch. Beim 31. ATV-Triathlon im August hatte Benjamin Lenatz vom Radevormwalder life-ness-TriTeam für eine Premiere gesorgt: Erstmals kam ein Triathlet im Rollstuhl ins Ziel. Beim Röntgenlauf begnügte sich der Wermelskirchener damit, seine Freundin Frauke Seidel anzufeuern. Momentan hofft Lenatz auf Sponsoren für ein Liegebike und einen Rennrollstuhl: "Ich möchte im nächsten Jahr wieder am ATV-Triathlon teilnehmen. Und irgendwann auch am Röntgenlauf."

Weiterlaufen. Kaum hatte Florian Prael im Marathonziel die Medaille in der Hand, wollte er weiterlaufen. Gemeinsam mit Bastian Grande, Sohn des Vorstandsvorsitzenden der Volksbank Remscheid-Solingen Frithjof Grande, hatte der in Norwegen lebende 40-Jährige das Ziel im Eschbachtal nach 3.54 Stunden erreicht. Er konnte Grande aber nicht mehr ermuntern, den Ultra in Angriff zu nehmen. "Meine Magenprobleme sind weg, lass uns wieder einsteigen", flehte Prael – ohne Erfolg.

Schilder-Lücke. Kurz nach dem Marathon-Ziel fehlte gestern die Streckenbeschilderung. Ob der Wind sie verweht oder Vandalen sie entwendet hatte – die Antwort blieb offen. Gesichert ist, dass die Radfahrer des RV Adler Lüttringhausen einmal mehr aushalfen. Sie nahmen den Streckenabschnitt unter ihre Fittiche und regelten den Lauf-Verkehr.

Abbruch. Der Wetterumschwung machte auch vielen erprobten Läufern zu schaffen. "Es gab ungewöhnliche viele Abbrecher beim Marathon und beim Ultra", sagte Mitorganisator Bernd Fiedler. Ein Grund waren Kreislaufprobleme. Fiedler: "Das milde Wetter hat vielen Läufern offenbar sehr zu schaffen gemacht."

Verletzungen. Ohne ernsthafte Probleme überstanden die Teilnehmer den Lauf-Event. Mehr als ein paar verstauchte Knöchel oder muskuläre Beschwerden wurden nicht gemeldet.

Hannes Schürmann stand am Streckenrand und jubelte den Athleten zu. Seine Krücken ist der Schwimmer mit Handicap der SG Bayer jedoch noch nicht los. Im März hatte ihn ein Knochenmarkinfarkt zurückgeworfen. "Es ist nicht viel besser geworden", sagte Schürmann. Darum wird im November nach der Kurzbahn-DM operiert.

(RP)
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